Marinkovic verletzt vom Platz

Pipinsried: Torlos und zwei Platzverweise gegen Burghausen

Glanztat in der 3. Minute: Der junge FCP-Keeper Sebastian Hollenzer klärte gleich zu Beginn gegen den Burghauser Christoph Buchner (Nr. 34). FOTO: HAE

Der erhoffte Befreiungsschlag war es zwar nicht, aber wenigstens ist der Rückstand auf den SV Wacker Burghausen nicht noch größer geworden. Der FC Pipinsried hat gestern daheim ein 0:0-Unentschieden gegen einen in der Tabelle vor ihm stehenden Kontrahenten erreicht. In einem intensiven Duell ging es vor allem in der Schlussphase hektisch zu, beide Teams hatten einen späten Platzverweis zu verkraften.

Pipinsried – Remis, Niederlage, Niederlage. Beide Teams hatten im bisherigen Verlauf des Monats März viele Wünsche offen gelassen, im Gleichschritt war man in den zurückliegenden drei Wochen aus der oberen Tabellenhälfte in die untere (Burghausen) bzw. aus dem gesicherten Mittelfeld in die Abstiegszone (Pipinsried) hinabgestiegen. Kein Wunder, dass man in beiden Lagern vor dem gestrigen Duell von einem Sechs-Punkte-Spiel sprach. Dieses wollte offenbar auch BFV-Präsident Dr. Rainer Koch nicht verpassen, als einer der ersten Zuschauer traf er gestern in der FCP-Arena ein.

Eines der größten Fragezeichen im Team des FC Pipinsried war Keeper Sebastian Hollenzer. Der 19-jährige Nachwuchstorwart vertrat den gesperrten Routinier Thomas Reichlmayr im FCP-Kasten – und er war auch einer der ersten Pipinsrieder, die den Ball berühren durften. Nach 130 Sekunden wehrte er den Schuss von Christoph Buchner nach einer Ecke reaktionsschnell ab und bewahrte sein Team so vor dem frühen 0:1.

Die betont vorsichtig beginnenden und auf Ballkontrolle bedachten Pipinsrieder tauchten nach einer Viertelstunde erstmals Erfolg versprechend vor dem Burghauser Kasten auf, doch Christoph Burghards Freistoß landete im dritten Stock.

Marinkovic verletzt vom Platz

Auch die zweite FCP-Chance resultierte aus einer Standardsituation. Nach einem 25-Meter-Freistoß von Kasim Rabihic klärten die Gäste, die fällige Ecke durch Burghard brachte nichts ein (19.).

Die mitgereisten Burghausener Fans hatten Mitte der ersten Halbzeit einen ersten herben Rückschlag zu verdauen, denn mit Sascha Marinkovic musste einer ihrer Lieblinge früh ausgewechselt werden; für den Top-Torjäger der Regionalliga Bayern (15 Treffer) kam Thomas Winklbauer, ein gelernter Mittelfeldspieler, aufs Feld. Marinkovic hatte sich bei einem unglücklichen Zusammenprall verletzt und konnte nicht weiter spielen. Winklbauer führte sich wenig löblich ein, kurz vor der Pause sah er nach einem Foul an Fabian Hürzeler die gelbe Karte. Mit zunehmender Spieldauer gewannen die ruhenden Bälle auf Pipinsrieder Seite an Qualität. So verfehlte Christoph Burghard zehn Minuten vor der Pause das Ziel mit einem 35-Meter-Freistoß nur um Zentimeter.

Auch das letzte Wort im ersten Durchgang hatten die Hausherren, Thomas Berger stellte in der Nachspielzeit Burghausens Keeper Franco Flückiger mit einem etwas überhastet abgefeuerten 20-Meter-Schuss auf die Probe. Die Vorarbeit hatte der eifrige Kasim Rabihic geleistet, der zwar gefoult wurde, es aber noch schaffte, den Ball zum mitgelaufenen Berger weiterzuleiten.

Kopfballduell vor der Trainerbank: Christoph Burghard (li.) war vor der Pause einer der auffälligsten Pipinsrieder Spieler in einem vom Einsatz geprägten Regionalliga-Thriller. FOTO: HAE

Zwei Platzverweise in der Schlussphase

Die Partie lebte im ersten Durchgang von der Spannung. Beide Teams schenkten dem Kontrahenten nichts, sie gingen energisch zur Sache, kamen aber nur zu wenigen nennenswerten Torchancen.

Nach dem Seitenwechsel waren zunächst die Hausherren am Zug. Zuerst setzte Ati Lushi den Ball per Kopf nach einer Maßflanke von Andi Schuster über das Tor (55.), und dann klärte Flückinger einen Schuss von Rabihic zur Ecke (58.). Rabihic hatte auch in den Schlussminuten die letzten beiden guten FCP-Chancen auf dem Fuß – und vergab.

Nach einer guten Stunde, das Match hatte alle Beteiligten viel Kraft gekostet, brachte Pipinsried mit Dennis Liebsch (für Attila Arkadas) und Manuel Müller (für Ati Lushi) zwei frische Kräfte. man wollte in der Schlussphase unbedingt das Siegtor erzwingen und so zum SV Wacker Burghausen nach Punkten aufschließen. Doch wenig später wurde es ganz still in der FCP-Arena, denn Schiedsrichter Patrick Hansbauer schickte Philip Grahammer nach einem rüden Foul an Stefan Wächter vorzeitig zum Duschen (71.). Nach Reichlmayr die zweite rote Karte gegen Pipinsried innerhalb weniger Tage.

Doch Burghausen nahm das Geschenk nicht an, nur sechs Minuten später sah Joker Winklbauer die Ampelkarte und man war personell wieder auf Augenhöhe.

Nach dem Spiel meinte Roman Plesche: „Das war unterm Strich zu wenig, die rote Karte gegen Grahammer war völlig überzogen. Die erste Halbzeit war gut, dann haben uns die Körner gefehlt.“

FC Pipinsried - SV Wacker Burghausen 0:0

FC Pipinsried: Sebastian Hollenzer, Philip Grahammer, Markus Achatz, Christoph Burkhard, Andreas Schuster, Luis Grassow, Thomas Berger, Kasim Rabihic, Fabian Hürzeler, Attila Arkadas (68. Dennis Liebsch), Atdhedon Lushi (68. Manuel Müller)

SV Wacker Burghausen: Franco Flückiger, Maurizio Scioscia, Daniel Hofstetter, Christoph Buchner, Christoph Schulz, Marius Duhnke, Stefan Wächter, Tim Sulmer (87. Julien Richter), Sascha Marinkovic (25. Thomas Winklbauer), Martin Holek (83. Philipp Knochner), Manuel Omelanowsky

Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer

Zuschauer: 330

Gelb-rote Karte: Thomas Winklbauer (77.).

Rote Karte: Philip Grahammer (71.).

Tore: Fehlanzeige.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Ticker: Stroh-Engel und Hain glänzen - Haching nach irrem Spiel Zweiter
Ticker: Stroh-Engel und Hain glänzen - Haching nach irrem Spiel Zweiter
Im Test rollt’s bei Ebersberger Kickern
Im Test rollt’s bei Ebersberger Kickern
Noch viel Sand im Getriebe beim TSV Dorfen
Noch viel Sand im Getriebe beim TSV Dorfen
SpVgg Kammerberg testet nur gegen höherklassige Teams
SpVgg Kammerberg testet nur gegen höherklassige Teams

Kommentare