Pipinsried verdrängt Rain von Platz eins

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Er lebe hoch: Gleich nach seinem Siegtreffer stürmte Arthur Kubica auf dem Wolfratshauser Platz zu seinen Teamkollegen, um sich feiern zu lassen.

FC Pipinsried - Es darf auch mal Glück dabei sein. Beim 1:0-Erfolg in Wolfratshausen benötigte der FC Pipinsried zwar eine gehörige Portion Fortune, am Ende aber zählte für den Sieger aber nur der Sprung an die Tabellenspitze in der Bayernliga.

Die Sprintstrecke war in etwa 30 Meter lang. Ausgangspunkt war jener Teil des Wolfratshauser Strafraums, von dem Arthur Kubica die weit fortgeschrittene Partie per Präzisions-Volleyschuss zu Gunsten der Pipinsrieder entschied. Zielpunkt war ein kleine Spielertraube nahe der Auswechselbank. Dort betraute Tobias Strobl Michael Holzhammer just mit letzten Instruktionen, als sich die willkommene Störmaßnahme ereignete. Kubica sprang mit einem Satz in Holzhammers Arme, und der FC Pipinsried als Ganzes an die Tabellenspitze der Bayernliga Süd. Der bislang punktgleiche Konkurrent TSV Rain hatte zur gleichen Stunde auf eigenem Platz gegen den TSV Bogen eine überraschende 0:1-Niederlage kassiert und so den Weg frei gemacht für den FCP in Sachen Gipfelsturm.

Kubicas Geniestreich war die farbige Ausnahme in einem ungewohnt schwachen Auftritt der Strobl-Truppe. Mehr als einmal war mit einem Treffer der Platzherren zu rechnen. Die stark ersatzgeschwächten Wolfratshauser vermiesten ihren Gästen die Spielfreude durch eine enorm kompakte Defensive. Es war partout kein Durchkommen. „Torchancen gleich Null“, kommentierte Strobl das Chancendefizit seiner Elf mit einem Halbsatz. Das andere, sehr ähnliche Wortkonstrukt „Gegenpressing gleich Null“ zielte dann sogleich auf die Einstellung an diesem Nachmittag. Die Leidenschaft habe kollektiv gefehlt, „und auch die Körpersprache hat nicht gepasst“. Eigentlich habe er sich den Tag, an dem er mit seiner Mannschaft den Gipfel dieser Spielklasse erklimmen würde, „erfreulicher vorgestellt“. Das einzig Positive sei das Ergebnis. „Alles andere war sehr enttäuschend“, zeichnete der Pipinsrieder Spielertrainer einen kritischen Leistungsnachweis.

Sich selbst nahm Strobl dabei nicht aus. Als es zur Halbzeitpause darum ging, wer denn für den Offensivimpuls Kubica weichen müsse, entschied sich der FCP-Coach für seine Person. „Die Frage war Strobl oder Fischer“, erläuterte der Übungsleiter. Weil Basti Fischer aber in den vergangenen Partien „gut drauf“ gewesen sei, fiel die Entscheidung zu dessen Gunsten aus.

Generelle Intention des Wechsels war die Vakanz auf der Zehner-Position. Keiner seiner Offensivkräfte wollte sich die Spielgestaltung so richtig zu eigen machen. So war den bissigen Wolfratshausern nicht beizukommen. Im Nachhinein durfte sich Strobl über ein glückliches Händchen freuen. Gleichwohl konnten sich die Pipinsrieder auch beim Gegner für dessen Nachsicht bedanken. „Vier klare Torchancen“, hatte Strobl auf BCF-Seite ausgemacht. Ein kleiner Dank ging an einen ehemaligen FCP-Spieler. „Der Basti Pummer hat seinen Ex-Verein heute verschont“. Werner Schuhmann, der in der Schlussphase wegen einer rohen Attacke an Junis Ibrahim des Feldes verwiesen wurde, und Paul Müller ließen in weiteren Situationen die nötige Zielstrebigkeit vermissen.

Auch zum Pipinsrieder Siegtreffer trugen die Flößerstädter ihr Scherflein bei. Der junge Yusuf Catal, ursprünglich nicht für die Startelf vorgesehen, verlor Kubica aus den Augen – und schon wars passiert. Und irgendwann gewann, trotz aller Kritik, auch bei Tobias Strobl die Freude über das Erreichte die Oberhand: „Nichtsdestotrotz genießen wir jetzt die Situation.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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