Platz nicht geräumt: Training im Tiefschnee

„Das ist eine recht unglückliche Situation.“ Teamchef Manuel Baum

Unterhaching - Der Winter hat den Sportpark in Unterhaching im Griff. Das beeinträchtigt diese Woche den Trainingsbetrieb der SpVgg.

Die Vorbereitung aufs Auswärtsspiel bei Hansa Rostock findet im Tiefschnee statt - weil der neue Kunstrasenplatz nicht geräumt werden kann. Der beschädigte Platz wurde erst vor kurzem runderneuert und konnte endlich wieder fürs Training der vielen Jugendmannschaften genutzt werden. Wenige Wochen später stellt sich ausgerechnet der neue Kunstrasen nun allerdings als großes Hindernis heraus. Im Fuhrpark des Sportparks gibt es keine geeigneten Geräte, um die neue Anlage vom Schnee zu befreien. Räumen unmöglich, die Rasenplätze ohnehin gesperrt - der Drittligist musste gestern selbst den Schnee niedertrampeln, um zumindest eine einigermaßen sinnvolle Trainingseinheit absolvieren zu können. Für einen Profiverein eine unglaubliche Geschichte, in Unterhaching beileibe nicht die erste.

„Eine recht unglückliche Situation“, findet Teamchef Manuel Baum, der sich mit weiteren Kommentaren zurückhielt, dem der Unmut darüber aber doch hörbar anzumerken war. Die Vorbereitung auf das erste Auswärtsspiel der Rückrunde bei Hansa Rostock wird somit zur Farce. Immerhin wiegt wieder einmal die Vorfreude, bei einem der großen Drittliga-Klubs antreten zu dürfen, die Probleme etwas auf. „Es ist das letzte Auswärtsspiel des Jahres, in Rostock sind viele Zuschauer und viel Remmidemmi, das wird für uns wieder mal ein Super-Erlebnis“, sagt Baum. Und als Schmankerl zum Ausklang des Jahres dürfen die Hachinger sogar per Flugzeug anreisen, somit bleibt ihnen die endlose Busfahrt in den Norden erspart.

Geht es um die sportlichen Ziele an der Ostsee, hält man sich ausnahmsweise zurück. „In Rostock wird es ganz schwer, da haben wir schon öfter ganz schlecht ausgeschaut“, meint Mittelfeldspieler Stephan Thee, „deswegen wären wir diesmal mit einem Punkt zufrieden.“ Vom Tabellenbild her hat die SpVgg als Vierter zwar die Favoritenrolle inne, doch Zweitliga-Absteiger Rostock steht als Neunter mit acht Punkten Rückstand auf die SpVgg schlechter da, als die Mannschaft vom Potenzial her stehen müsste. „Hansa hat aus den letzten vier Spielen zwar nur einen Punkt geholt, davor aber eine gute Serie gehabt. Das ist auf jeden Fall eine Mannschaft, die unter die ersten Fünf gehört.“

Für Stephan Thee könnte das Jahr 2012 übrigens aus einem weiteren Grund erfreulich enden: Der Treffer zum 3:0 gegen Burghausen, als er einen Freistoß aus rund 20 Metern ins Kreuzeck zirkelte, steht in der Auswahl zum DFB-TV-Treffer des Monats November. Die Abstimmung läuft auf der DFB-Homepage.

CHRISTIAN AMBERG

Quelle: fussball-vorort.de

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