Pleite für den BCF: "Läuferische Qualität fehlt"

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Das hätte der Ausgleich sein müssen: Werner Schuhmann (2. v. li.), der den Führungstreffer für den BCF Wolfratshausen gegen 1860 Rosenheim erzielte, verpasste kurz vor Spielende die große Chance zum 2:2.

BCF Wolfratshausen - Die 1:2-Niederlage gegen den TSV 1860 Rosenheim gab eindeutige Aufschlüsse über das erschöpfte Leistungsvermögen des BCF Wolfratshausen.

Die Akkus bei einigen Farcheter Bayernliga-Kickern laufen gerade noch so auf Reserve. Die Heimpleite vom Samstag war somit die Quittung dafür, dass man den knapp bemessenen und von Ausfällen geplagten Kader zu oft hat überreizen müssen. Man hätte mit Ausnahme von Tormann Kevin Pradl jeden der 14 eingesetzten Kicker wahllos herausnehmen und eine Analyse der sich angesammelten Defizite betreiben können. Eine müßige Prozedur, denn die Fakten sind bekannt: Der gute Wille steht weiter hinter einer ausgelaugten Psyche zurück. Anstelle von Kritik ist – bei aller gebotenen Sachlichkeit – Mitleid angebracht. Drei Niederlagen in Serie als Konsequenz einer sich nahezu ständig wiederholenden Startaufstellung.

„Selbstvertrauen und läuferische Qualität sind nicht mehr so da“, verpackte Reiner Leitl das Dilemma in einfache Worte. Wolfratshausens Cheftrainer versicherte bei der Pressekonferenz im Sportheim, er werde Nachsicht und Verständnis walten lassen. Er werde jetzt „nicht auf die Mannschaft draufhauen“. Im Gegenteil: Das Trainingspensum wird mutmaßlich um einen Übungsabend reduziert. Vor dem letzten Pflichtspiel am kommenden Wochenende in Dachau solle die Regeneration bei seiner Belegschaft im Vordergrund stehen.

Denn momentan reichen die Kräfte einfach nicht für 90 Minuten volle Konzentration. Sonst nämlich hätte der BCF das positive Erlebnis des eigenen Führungstreffers geschickter über die Folgezeit transportiert. Werner Schuhmann traf in der 28. Minute zum 1:0. Mit geballten Fäusten entledigte sich der Torjäger seiner herbstlichen Ladehemmung. Ein Treffer am Ende einer flüssigen Stafette über die linke Angriffsseite, der allerdings nur durch das entschlossene Eingreifen von Lamine Guéye ermöglicht wurde. Schuhmanns zweiter Torerfolg blieb indes aus: Nach Basti Pummers maßgerechter Querablage stand der Lenggrieser kurz vor Schluss völlig frei vor dem Rosenheimer Kasten – und vergab. „So einen hätte er früher blind gemacht“, kommentierte Leitl. Den vorausgegangenen Flugball schickte Marco Höferth ab, der ab der 69. Minute nach dreimonatiger Zwangspause sein Comeback feierte. Gleichwohl blieb der schmucke Vollbart Höferths einzige Auffälligkeit.

Zwischen Schuhmanns Aufregern lagen zwei Rosenheimer Treffer von Slaven Jokic. Er war der Schütze einer Bogenlampe in die lange Torecke zum 1:1 (45.). Und nicht lange nach dem Seitenwechsel auch Nutznießer Farcheter Unzulänglichkeiten bei einem Rosenheimer Eckball. Dass sich seine Elf neuerlich „so billige Tore“ einschenken ließ, fand Leitl trotz allen Verständnisses allerdings „nicht in Ordnung“.

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Quelle: fussball-vorort.de

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