Eine Analyse der Hachinger Pokalpartie

Wie kam es zum Pokal-Coup gegen Leipzig?

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So jubeln Pokalhelden: die Hachinger nach dem sensationellen 3:0 gegen die Millionentruppe von RB Leipzig.

SpVgg Unterhaching - Auch Geld schießt nicht immer Tore: Die SpVgg Unterhaching überrollt die millionenschwere Mannschaft des Zweitligisten RB Leipzig beim 3:0 (2:0)-Pokalsieg. Ein geplanter Erfolg.

Unterhaching – 5.000 Zuschauer im Unterhachinger Sportpark sahen ein packendes Pokalspiel mit vielen Torraumszenen auf beiden Seiten. Und vor allem bissigen Hachingern, die den Zweitligisten mit Tempofußball überraschten und die haarsträubenden individuellen Fehler der Gäste eiskalt ausnutzten. Umso länger das Spiel andauerte, desto tiefer versank Leipzigs Trainer Ralf Rangnick in seinem Stuhl an der Seitenlinie. Den Hachinger Sieg gegen schwache Gäste erkannte der langjährige Bundesligatrainer und „Fußball-Professor“ neidlos an. „Wir haben in den ersten 20 Minuten katastrophal verteidigt. Wir haben Fehler gemacht, wo überhaupt keine Gefahr war. Solche Fehler werden auch auf so einem Niveau bestraft. Deswegen haben wir heute verdient verloren.“

Auf der Gegenseite waren die Hachinger überglücklich nach den drei Toren von Markus Einsiedler (5.), Marco Rosenzweig (23.) und Thomas Steinherr (67.), der bei seinem Torjubel einen Salto in der Manier von Miroslav Klose hinlegte. „Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagte Steinherr.

Für den Torschützen, der den Sieg auf dem Zaun vor dem Hachinger Fanblock sichtlich ausgelassen feierte, lag der Schlüssel zum Erfolg an einem bedingungslosen Einsatz. Nachdem zuletzt in der Regionalliga gegen Aschaffenburg (2:1) einige Stammkräfte geschont worden waren, war diesmal alles andere als ein Schongang zu beobachten. „Dass wir uns geschont haben, hat eine wichtige Rolle gespielt, weil wir die letzten Prozente aus uns rausholen konnten. Jeder ist über sich hinausgewachsen.“

Abseits des sportlichen Erfolges sowie einer ausgelassenen Stimmung im Sportpark, brachte das Erreichen des DFB-Achtelfinales einen Geldsegen von einer knappen halben Million Euro mit sich. „Das wird unseren Konsolidierungskurs beschleunigen“, sagte SpVgg-Präsident Manfred Schwabl nach dem Überraschungscoup. Den Hachinger Chef freute vor allem die Tatsache, dass man als Underdog mit den von Red Bull finanziell stark unterstützten Leipzigern mithalten konnte. Bei der Millionentruppe Leipzig besitzen zahlreiche Spieler jeweils einen höheren Marktwert als die komplette Mannschaft der SpVgg zusammen.

Geld schoss diesmal aber nicht die Tore, sondern: „Leidenschaft und elf Mann, die von der ersten Minute an Fußball gespielt haben und keinen Respekt hatten“, sagte Schwabl.

Quelle: fussball-vorort.de

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