Pokalsieg kostet SV Heimstetten fünf Euro

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Memis Ünver empfiehlt sich im Pokal ein weiteres Mal für die Stammelf.

Heimstetten - Der SV Heimstetten hat am Dienstagabend im Toto-Pokal die zweite Hauptrunde erreicht. Die Elf von Trainer Claus Schromm besiegte den Landesligisten DJK/SB Rosenheim auf dessen Platz sicher mit 3:0.

Eine wunderschöne Kombination von der Mittellinie ab über fünf Stationen krönte der Heimstettener Stürmer Ibrahim Aydemir nach gut einer Stunde und einer tollen Direktabnahme mit dem 3:0 für Heimstetten. In dieser einen Aktion steckte alles, was Manager Michael Matejka in sein Fazit packte. Zum einen dominierte der Bayernligist die Partie von Beginn an und unterstrich damit, wie ernst es dem Club mit dem Pokal-Wettbewerb ist.

Zu erkennen war das an der Entschlossenheit und dem hohen Maß an Konzentration, mit der die grandiose Stafette vorgetragen worden war. Zum anderen dokumentierte das Zustandekommen des Tores die spielerische Qualität der Schromm-Elf. Matejka: „Wir haben uns weiterentwickelt. In der Punktrunde kommt das noch nicht so zum Ausdruck. Aber in solchen Spielen sieht man, dass die Jungs Fußball spielen können.

Dass die gefühlvolle Flanke für Aydemir von Memis Ünver kam, war ebenfalls kein Zufall. Ünver, im Bayernliga-Alltag meistens auf der Ersatzbank zu finden, nutzte zum wiederholten Male die Chance, sich für die Stammelf zu empfehlen. „Er hat richtig gut gespielt.“ Und auf noch einen Teil der spektakulären Szene fußt Matejkas Analyse. Der lange verletzte Leistungsträger Dominik Schmitt hatte Ünver in Szene gesetzt. „Wenn der Chef an Bord ist, spielen wir viel ruhiger“, erkannte der Manager.

Die Verhältnisse in Rosenheim waren schnell zurecht gerückt. Bereits nach fünf Minuten drückte Sebastian Paul einen Eckball von Alex Schmalhofer zur Führung über die Linie. Noch vor der Pause erzwang der SVH die Vorentscheidung. Dominik Schmitt hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und den Ball scharf nach innen getreten. Rosenheims Michael Hofer bugsierte das Spielgerät ins eigene Tor (39.). Grämen brauchte er sich nicht, hinter ihm stand Aydemir einschussbereit. Ein Schüsschen des Sportbundes hier, eine Unachtsamkeit in der Heimstettener Innenverteidigung dort, das von Patrick Lehner gehütete Tor war nie wirklich in Gefahr.

Matejka freute sich angesichts der Überlegenheit seiner Mannschaft auf die kommenden Aufgaben. „Wir haben Selbstbewusstsein für das Spiel gegen Großbardorf am Samstag getankt.“ Und auch im Pokal will der Manager möglichst weit kommen. Leicht wird es aber nicht werden, in das Feld der letzten 16 Mannschaften aufzurücken. Denn in der nächsten Runde könnte dem SVH bereits ein Drittligist zugelost werden, „zum Beispiel der SV Wacker Burghausen“, sagt Matejka. Seine Leidenschaft für den Toto-Pokal teilten in Rosenheim nicht viele, sehr zu seinem Verdruss. „Da waren nur 30 Leute. Der Schiedsrichter hat mehr gekostet, als wir eingenommen haben. Ich habe sogar noch fünf Euro dort lassen müssen.“

DJK Sportbund Rosenheim - SV Heimstetten 0:3 (0:2).

SVH: Lehner, Paul (56. Malenoff), Langer, Schmalhofer, Wich, C. Schmitt, D. Schmitt, (63. Memisevic), Ünver, Moll, Ibrahim, Aydemir (69. Kartal).

Tore: 0:1 Paul (5.), 0:2 Hofer (ET, 39.), 0:3 Aydemir (62.).

Schiedsrichter: Kornblum (Chieming) - Zuschauer: 30.

Quelle: fussball-vorort.de

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