Dunkle Wolken beim BCF

Position trübt - schweres Programm

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Lech Kasperek (l.): Der BCF-Verteidiger fällt mitLeistenproblemen aus.

BCF Wolfratshausen – Der Blick auf die Tabelle verharmlost das Ungemach, das dem BCF Wolfratshausen drohen könnte. Mit Rang acht scheint sich der Fußball-Bayernligist im sicheren Bereich des Tableaus zu befinden.

Doch der Schein trügt. Erstens sind es bis zum ersten Relegationsplatz gerade einmal fünf Zähler. Und zudem lassen die beiden jüngsten Partien der Farcheter – ohne Punkte, aber mit satten acht Gegentreffern – aufhorchen.

Und dann ist da noch der Ausblick auf die anstehenden Termine. So bekommt es der Ballclub bei dem SV Heimstetten, aktuell Fünfter, sowie dem zweitplatzierten Titelaspiranten SV Pullach mit zwei vermeintlich übermächtigen Konkurrenten zu tun. Dazu kommt, dass die Personalsituation nach wie vor besorgniserregend ist. Am Samstag gegen Rosenheim standen mit Michael Rauch, Werner Schuhmann, Basti Pummer, Paul Müller und Michael Marinkovic gleich vier verletzte Kicker an der Seitenlinie. Marco Höferth schaute sich die 1:3-Niederlage samt Freundin hinter dem Tor in der Sonne an. Der operierte Lamine Guéye wird wohl nicht mehr Fußballspielen können. Aussicht auf Besserung gibt es nicht. „So schnell kommt keiner zurück“, bestätigte Trainer Reiner Leitl.

Aktuellster Neuzugang im Farcheter Lazarett ist Lech Kasperek. Eben erst von einer Knöchelprellung genesen, musste der Kapitän zur Halbzeit wegen Leistenproblemen in der Kabine bleiben. Leitl taxierte die Ausfallzeit seines Defensivroutiniers auf „mindestens zehn Tage“. Weniger als zwei Spieltage wird gewiss auch die Karenz von Christian Duswald nicht währen. Der 29-Jährige erwies seiner Mannschaft mit einem Platzverweis einen Bärendienst. Am Boden liegend nachzutreten gehört nicht zur feinen Farcheter Art. Auf die Frage, wie er auf Duswalds Fehlverhalten reagieren werde, flüchtete sich Leitl in Sarkasmus: „Vielleicht trink’ ich am Montag mit ihm eine Halbe.“ Der Blick des Trainers verriet freilich etwas anderes als Harmonie und Geselligkeit.

Den Dampfhammer wird der 55-Jährige dennoch nicht auspacken. Denn großartig wird sich der Kader auch in den anschließenden Partien gegen die unmittelbaren Konkurrenten nicht erweitern. Leitl monierte, seine Elf wolle „zu vieles spielerisch lösen“. Das wäre angesichts der häufig wechselnden Aufstellung „kein strukturierter Fußball“. Er kritisierte auch, dass einige routinierte Kräfte in zentralen Positionen nicht bereit seien, Eins-gegen-Eins zu spielen. Dadurch aber hätten die jungen Außenspieler oft „zu weite Wege“ zu gehen. Leitl: „Wir müssen eine Lösung finden, aber momentan weiß ich noch nicht, wie diese aussehen wird.“

Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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