Preuhs fliegt, Eching verliert

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Tanz um den Ball: Christian Mühlberger (links) und seine Echinger mussten auch in der B-Note Abzüge hinnehmen.

TSV Eching - Bekanntlich spielt der Aberglaube im Fußball keine unbedeutende Rolle.

Den Grund für die gestrige 1:2-Heimniederlage des TSV Eching gegen den vorläufigen Tabellenführer TuS Pfarrkirchen kannten einige der offiziell 140 Zuschauer im Willi- Widhopf-Stadion sofort: Trainerteam und Reservisten nahmen auf der „falschen“ Ersatzbank platz – dort, wo in der Vorsaison stets die (meist unterlegenen) Gäste untergebracht waren. Aber Spaß beiseite: Pfarrkirchen erwischte in einer zähen Anfangsphase den besseren Start und verpasste die Führung zweimal nur knapp. Ein Freistoß strich ebenso knapp über die Latte (15.) wie ein Kopfball von Stefan Gruber, der nach einer Ecke von Marc Bruche freistehend aus sechs Metern drüber köpfte (17.). Für den TSV so etwas wie ein Weckruf am frühen Freitagabend. Maximilian Preuhs setzte das erste Ausrufezeichen, scheiterte mit einem Volleyschuss am TuSTorwart Markus Aigner (25.).

Über etwas mehr Zielwasser verfügte Fabijan Hrgota 180 Sekunden später und vollendete einen Preuhs-Pass zur 1:0-Führung. Gewiss etwas schmeichelhaft zu diesem Zeitpunkt. Wer glaubte, dieser Treffer brächte Ruhe in die Echinger Aktionen, sah sich getäuscht. Vielmehr klärte Alexander Sauer nach einem Standard in höchster Not, bewahrte den TSV vor dem umgehenden Ausgleich. In der 34. Minute reklamierten die Zebras bei Schiedsrichter Johannes Mayer auf Strafstoß, hatten ein Foul an Christian Mühlberger gesehen. Der Pfiff blieb aus, stattdessen erzielten die Gäste im Gegenzug das 1:1. Drei Echinger Defensivkräfte bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone; Bruche verwandelte das Zuspiel von Kapitän Benjamin Gerstl eiskalt (35.).

„Unsere Führung gab uns leider nicht den erhofften Schub nach vorne“, bedauerte Coach Alfred Ostertag. Mit Beginn der Nachspielzeit der ersten Hälfte brachen die Zebras über die rechte Seite zum Konter auf. Florian Bittner misslang die Flanke in den Strafraum komplett, der Ball erwies sich als leichte Beute für Keeper Aigner.Pfarrkirchen schaltete blitzschnell auf Angriff um und fand mit einem Pass in die Schnittstelle wiederum Bruche – 1:2, Pause. Nach dem Seitenwechsel fiel dem TSV Eching im Spiel nach vorne nahezu gar nichts ein. Eren Bircan übte sich in Selbstkritik: „Wir haben Fabijan Hrgota komplett verhungern lassen.“

Die Gäste waren ihrem dritten Treffer stets näher als der TSV dem 2:2. Stefan Gruber und Felix Heindörfer ließen beste Gelegenheiten liegen, eine davon vereitelte Schlussmann Alessandro Kessler reaktionsschnell per Fußabwehr. Als Maximilian Preuhs, nach dem Match seine Unschuld beteuernd, mit glattrot für eine vermeintliche Tätlichkeit des Feldes verwiesen wurde, schien die Niederlage besiegelt. Trotzdem bäumten sich die Echinger in der Schlussphase nochmals auf, kamen endlich zu Torabschlüssen. Einen Versuch von Pascal Preller klärte die vielbeinige Gästeabwehr zur Ecke. Michael Ott flankte den Ball vor das Tor, wo Kapitän Mustafa Kantar einen Kopfball aus fünf Metern nicht verwerten konnte. Kurz darauf feuerte Hrgota aus 13 Metern in Richtung Aigner – abgeblockt. Ein finaler Preller- Kopfball segelte links am Tor vorbei, wodurch es beim 1:2 blieb.

Quelle: fussball-vorort.de

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