SV Pullach darf sich trotz schwachen Auftritts richtig freuen.

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Mit drei Punkten im Gepäck auf dem Weg zur Wiesn: der rot-gesperrte Peter Beierkuhnlein (bereits im passenden Outfit) und Steffen Purschke.

SV Pullach - Durch den 4:2 (3:1)-Heimsieg über den TSV Schwabmünchen schob sich der SV Pullach auf den zweiten Platz der Bayernliga Süd, punktgleich mit Spitzenreiter FC Pipinsried.

Klar, dass sich SVP-Coach Frank Schmöller über die Ausrutscher der Konkurrenten aus dem Führungstrio, TSV Rain (1:2 gegen Wolfratshausen) und Pipinsried (1:4 gegen Unterföhring), freute: „Es war ein sensationeller Spieltag für uns.“ Zumindest, was die Resultate betraf. Die Leistung seiner eigenen Truppe stellte Schmöller nämlich weit weniger zufrieden: „Man könnte schon ironisch fragen, welche Sportart wir heute nach der 3:0-Führung eigentlich betrieben haben.“

Vielleicht ging am Anfang alles etwas zu einfach. Die Raben beherrschten die teilweise hilflos wirkenden Gäste in der ersten Viertelstunde mit aggressivem Pressing. Dazu zeigten sie zwei schöne Kombinationen und eine gnadenlose Effektivität. Richard Heckel schlug den Ball nach vorne, Alexander Weiss verlängerte mit dem Kopf auf den linken Flügel, Gianluca Simari brachte die Flanke flach nach innen und Orhan Akkurt musste nur noch zum 1:0 einschieben (7.). Dann eroberte Simari den Ball, sein Diagonalpass fand Andreas Roth auf dem rechten Flügel, dessen Hereingabe Weiss versenkte (11.).

Doch nach 20 Minuten schaltete Pullach zurück, die Gäste wachten hingegen langsam auf. Und sie bekamen die Riesenchance zum Anschluss: SVP-Verteidiger Niklas Mooshofer hatte den Zweikampf gegen Menelik Ngu’Ewodo verloren, Steffen Purschke wollte aushelfen, doch er brachte den Stürmer zu Fall: Elfmeter. Ngu’Ewodo trat selbst an – und schob ganz lässig vorbei (28.).

Statt des 2:1 fiel fast im Gegenzug das 3:0, und wieder war der Treffer über Christoph Dinkelbach, Alexander Benede und Roth gut herausgespielt und von Akkurt trocken vollendet (30.). Doch nach diesem 3:0 hörten die Raben auf, Fußball zu spielen. Ein Kollektivschlaf der Abwehr nach einem schnell ausgeführten Freistoß bescherte Schwabmünchen das 3:1 durch Andreas Rucht (37.), vor der Pause folgten noch einige Möglichkeiten der Gäste.

Die Unruhe im Pullacher Spiel wich auch nicht, nachdem Akkurt mit seinem dritten Tor durch einen an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter auf 4:1 erhöht hatte (54.). Schon im Gegenzug traf Daniel Raffler für Schwabmünchen den Pfosten (55.). Die Gäste drückten, Pullacher Konter blieben, bis auf Akkurts Großchance, die Torwart Sebastian Steidle zunichte machte (75.), Mangelware. Schwabmünchen verkürzte per Handelfmeter durch Gabriel Önat (84.), der per Kopf auch noch die Latte traf (87.). „Wenn es blöd läuft, verlieren wir 4:10“, schimpfte Akkurt.

„Das ist übertrieben“, fand Schmöller, „aber Schwabmünchen hätte heute sicher noch zwei Tore mehr schießen können.“ Der Trainer nahm sein Team, in dem einige Spieler (Heckel, Roth, Dinkelbach) angeschlagen antraten, aber auch in Schutz: „Die Mannschaft weiß selbst, dass so ein Spiel nicht unseren Ansprüchen genügt, aber sie geht gerade auch ein bisschen am Stock.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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