Pullach eine gewachsene Mannschaft mit Potenzial

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Alexander Weiß kam von den A-Junioren der SpVgg Unterhaching an die Gistlstraße.

SV Pullach - Zum Start in die neue Saison der Bayernliga Süd geht es für den SV Pullach mit dem Gastspiel am Samstag (14 Uhr) beim TSV 1860 Rosenheim gleich richtig in die Vollen.

Allzu sehr wurde Frank Schmöllers Geduld eigentlich gar nicht auf die Probe gestellt. „Es war die kürzeste Vorbereitung, seit ich Trainer bin“, sagt Pullachs Coach nach dem nur vierwöchigen Aufbauprogramm. Trotzdem fiebert er dem Start schon entgegen: „Ich freue mich, dass es losgeht. Und auch, dass wir gegen einen Regionalligaabsteiger spielen. Da wissen wir gleich, wo wir stehen.“ Grundsätzlich wähnt Schmöller sein Team auf dem richtigen Weg. „Wir haben gut gearbeitet. Obwohl mir das eine oder andere Ergebnis nicht so gefallen hat.“ Vor allem die 1:3-Niederlage gegen den SV Heimstetten wurmte den 46-Jährigen: „Die Gegentore waren Geschenke für den Gegner.“

Doch die Neuzugänge stimmen ihn zuversichtlich, allen voran Alexander Benede: „Ein Top-Transfer. Es ist klar, dass er nach dreieinhalb Wochen noch nicht zu hundert Prozent taktisch integriert ist. Aber er ist ein absoluter Führungsspieler“, lobt Schmöller den Ex-Kapitän von Bayernligameister BC Aichach, auf dessen Sechserposition die Fäden des Pullacher Spiels zusammenlaufen sollen: „Da hat er Kontakt zur Defensive wie zur Offensive.“

Ähnlich wie Manager Theo Liedl zeigt sich Schmöller zudem vom aus Memmingen gekommenen Stürmer Marco Gröschel sehr angetan: „Er bewegt sich gut, macht richtig Dampf. Nur in puncto Torgefahr muss er noch zulegen.“ Auch alle anderen Neuen seien Spieler „mit Perspektive“, besonders Alexander Weiß von der U19 der SpVgg Unterhaching, der aber, so Schmöller, „für den Herrenbereich in der Bayernliga körperlich noch zulegen muss.“

Doch es sind nicht einmal die viel versprechenden Neuankömmlinge, die der Trainer als größtes Plus betrachtet, sondern, „dass wir es geschafft haben, die gewachsene Mannschaft zusammenzuhalten. Die Jungs kennen sich, das könnte der entscheidende Faktor sein.“ An dieser Einschätzung ändert auch der kurzfristige Abschied von Florian Baier. „Wir haben ihm ein leistungsbezogenes Angebot gemacht, das er nicht angenommen hat“, erzählt Schmöller. Nach eineinhalb Jahren an der Gistlstraße geht der 33-jährige Abwehrchef, der im Frühjahr 2013 großen Anteil am Bayernliga-Aufstieg der Raben hatte, deshalb zurück nach Fürstenfeldbruck. Dafür greift ein anderer, ziemlich genau zehn Jahre jüngerer, Innenverteidiger wieder voll an: Philipp Malige, der gegen Saisonende nach langer Verletzungspause schon ein tolles Comeback feierte. „Dass er die komplette Vorbereitung mitgemacht hat, ist für mich einer der positivsten Aspekte. Er wird körperlich noch präsenter sein“, freut sich Schmöller, der auch deshalb überzeugt ist: „Wir sind unterm Strich einen Tick stärker geworden.“

Trotzdem gibt es an der Gistlstraße keine überzogenen Erwartungen: „Wenn wir den fünften Platz wiederholen könnten, wäre das eine Riesengeschichte für den SV Pullach“, stellt Schmöller klar, denn: „Auch die Liga ist stärker geworden.“ Der Coach nennt zum Beleg die hoch eingeschätzten Aufsteiger TSV Landsberg und besonders den TSV 1865 Dachau (übrigens die nächsten beiden Gegner des SVP), dazu die Absteiger TSV Rain und eben Rosenheim, den Prüfstein im Auftaktmatch.

SV Pullach: Nsuka-Zola - Heckel, Mooshofer, Malige, Meißner, Dinkelbach, Benede, Roth, Simari, Beierkuhnlein, Akkurt

Quelle: fussball-vorort.de

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