Sechs Siege aus sieben Spielen

Pullach wie eine Spitzenmannschaft

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Niklas Mooshofer wurde für drei Spiele gesperrt. Zu hart, murrt sein Trainer Frank Schmöller (r.).

SV Pullach - Der Papierform nach geht der SV Pullach als klarer Favorit ins Heimspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den TSV Bogen.

Nicht nur die Tabelle mit Pullach auf Rang drei und Bogen auf Platz 15 scheint Bände zu sprechen, sondern vor allem auch der jeweilige Trend. Elfmal blieben die Raben zuletzt ungeschlagen, in den vergangenen sieben Partien gab es sechs Siege. Der TSV Bogen ist hingegen seit sieben Runden ohne Erfolg, bei zwei Remis und fünf Niederlagen. Doch das lag wohl auch am Spielplan: Die sieben jüngsten Gegner der Niederbayern stehen in der oberen Tabellenhälfte und dürfen sich noch Aufstiegshoffnungen machen. Nun folgen mit Pullach und dem Zweiten VfR Garching noch zwei dicke Brocken. Doch im Grunde hat der TSV gegen die Spitzenteams meist ganz gut ausgesehen: Gegen den TSV Landsberg und den SV Heimstetten reichte es zu einem Remis (wie übrigens auch im Hinspiel gegen den SVP, das 1:1 ausging), gegen den Spitzenreiter 1. FC Sonthofen und den FC Unterföhring verlor man 1:2. Zuletzt, beim aufstrebenden Vierten TSV Dachau 65, hielt Bogen die Partie bis eine Viertelstunde vor Schluss offen, ehe eine umstrittene Elfmeterentscheidung und zwei Platzverweise die 1:3-Niederlage einleiteten. „Das bestätigt wieder, was ich immer gesagt habe: In diesem Jahr haben wir eine besonders starke und ausgeglichene Bayernliga Süd“, legt SVP-Coach Frank Schmöller Wert darauf, die Gäste sehr ernst zu nehmen. An der Tabelle ist aber auch abzulesen, warum die Bogener ihren vierten Platz aus der Vorsaison nicht wiederholen werden: Sie haben bereits 34 Tore kassiert, nur eines weniger als in den 36 Spielen der vergangenen Spielzeit insgesamt.

 

Für Schmöller ist die verlorengegangene Stabilität der TSV-Defensive allerdings zweitrangig: „Wir sollten nicht so sehr auf den Gegner schauen, sondern darauf, dass wir unsere Leistung im Griff haben.“

 

Und die stimmte zuletzt beim 2:0-Sieg in Heimstetten, als der Vorsprung nach der Roten Karte für Niklas Mooshofers Notbremse, kurz vor der Pause, in Unterzahl verteidigt werden musste. „In der ersten Halbzeit haben wir da spielerisch überzeugt, in der zweiten mit Einsatz, Laufbereitschaft und taktischem Geschick verteidigt. Das war ein Auftritt im Stil einer Spitzenmannschaft“, lobt Schmöller sein Team. Mooshofers Platzverweis beschäftigt den Coach aber auch nach einer Woche noch: „Das war Rot, keine Frage. Aber er hat drei Spiele Sperre aufgebrummt bekommen, und da fehlt mir die Verhältnismäßigkeit. Er geht konsequent und mit Risiko in den Zweikampf, aber es war kein absichtliches Foul. Andere verletzen ihre Gegner und bekommen die gleiche Sperre.“

 

Bitter ist die Pause auch für den Verteidiger selbst, der nach langer Verletzung in Heimstetten erstmals wieder von Beginn an auflief. Neben Mooshofer fehlt gegen Bogen weiter der erkrankte Maximilian Schuster, der Einsatz von Bernd Häfele steht wegen einer Muskelverhärtung auf der Kippe. Der dritte Torwart Carsten Altstadt hat sich einen Knorpelschaden zugezogen, was für die Anfangsformation unerheblich, aber trotzdem eine Hiobsbotschaft ist. Erfreulich dagegen die Rückkehr von Steffen Purschke: Der Rechtsverteidiger und Dauerläufer, zuletzt wegen eines privaten Termins nicht dabei, wird sich wohl direkt in die Startelf einreihen.

 

SV Pullach: Hofmann - Purschke, Königer, Leugner, Beierkuhnlein, Heckel, Benede, Dinkelbach, Sulmer, Ngu’Ewodo, Roth.

Quelle: fussball-vorort.de

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