SV Pullach erfüllt Schmöllers Wunsch

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Geballte Pullacher Offensive: Orhan Akkurt (l.) und Maxi Schuster.

SV Pullach - Keine Blöße gab sich der SV Pullach gegen den Abstiegskandidaten 1. FC Bad Kötzting: Der 4:1 (2:0)-Heimsieg der Raben war nie in Gefahr.

Frank Schmöller hatte sich gewünscht, dass seine Mannschaft mal wieder 90 Minuten ihr Spiel konzentriert durchziehen würde. Und der Pullacher Coach durfte am Ende zufrieden feststellen: „Es war gut, wie stabil die Mannschaft heute war. Bis auf eine kleine Phase kurz nach der Halbzeit, als die Körpersprache nicht so gestimmt hat.“ Doch in Frage stand der Erfolg zu keiner Zeit. Christoph Dinkelbach brachte die Raben früh auf die Siegerstraße, indem er einen abgewehrten Eckball aus zweiter Reihe im Netz versenkte (10.). Auch da wurde Schmöller übrigens erhört: „Das war ein flach gezogener Strich aus 18, 20 Metern Entfernung. Ich hatte Christoph vor dem Spiel gebeten, bei seiner Schusstechnik auch mal aus der Distanz zu schießen. Und der Trainer freut sich immer, wenn seiner Bitte so entsprochen wird.“

Als Maximilian Schuster auf Vorarbeit von Alexander Weiss auf 2:0 erhöhte (22.), war die Partie schon fast gelaufen. „Es hätte zur Pause auch höher stehen können“, fand Schmöller, der für den kurzen Durchhänger nach dem Wechsel teilweise Verständnis aufbrachte, denn: „Bis dahin war es, ohne dem Gegner den Respekt versagen zu wollen, vielleicht etwas zu einfach. Da ist es menschlich, wenn man etwas zurückschaltet.“ Trotzdem wurmte den Coach ein anderer Aspekt des mäßigen Starts in die zweite Halbzeit. Alexander Benede war wegen einer Muskelverhärtung draußen geblieben, für ihn kam Orkan Balkan. Der Wechsel zog ein paar interne Veränderungen nach sich, Richard Heckel wechselte ins Abwehrzentrum, Dinkelbach auf dessen defensive Mittelfeldposition, Balkan übernahm die Dinkelbach-Rolle. „Das ist das einzige, was man der Mannschaft ein bisschen vorwerfen kann: Dass wir nach solchen Umstellungen etwas zu lange brauchen, bis wir wieder die Ordnung hergestellt haben“, bemängelte Schmöller.

Doch insgesamt war der Trainer milde gestimmt, selbst Kötztings Anschlusstreffer durch eine Kopfballverlängerung von Martin Psohlavec nach einem Freistoß (58.) nahm er gelassen hin: „Der Ball war lang in der Luft, ich bin der Meinung, den kann man auch klären. Aber da wollen wir heute mal den Mantel des Schweigens drüberlegen.“ Denn die Raben reagierten auf das Gegentor im Stil einer Spitzenmannschaft: „Sie haben nach dem 2:1 gewusst, sie müssen wieder mehr tun, haben Zug reingebracht.“ Und sie erzielten noch zwei Treffer: Nach Schusters Flanke klärte Keeper Stefan Riederer, der ehemalige Unterhachinger, gerade noch mit den Fingerspitzen vor Orhan Akkurt, doch dahinter Andreas Roth war zur Stelle (70.); und Christoph Meißner setzte nach Doppelpass mit Balkan den Schluss- und einen Höhepunkt (90.). „Das am schönsten herausgespielte Tor des Tages“, lobte Schmöller, der sich über die Tabellenführung für zumindest eine Nacht freute. „Auch wenn wir wissen: Das ist nur eine Momentaufnahme.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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