SV Pullach: Vom Gegner eingeschüchtert

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„Gelb okay, aber das war völlig überzogen.“ Steffen Purschke (weißes Trikot) sah gegen Rosenheim nach einem Foul die Rote Karte.

Pullach - Trotz eines starken Landesligaspiels verliert der SV Pullach mit 2:4 beim SB Rosenheim. "Raben"-TrainerCarsten Teschke war nach dem Schlusspfiff stinksauer.

Carsten Teschke hatte keine Lust mehr, etwas zu sagen. Der Trainer des SV Pullach schickte nach der 2:4 (0:2)-Niederlage beim SB Rosenheim Vereinssprecher Walter König zur Pressekonferenz. „Er war ziemlich angefressen“, berichtete dieser.

Statistik

SB ROSENHEIM – SV PULLACH 4:2

SV Pullach: Shohat – Benzinger (46. Maric), Heckel, Malige, Berchtold, Thurnhuber, Schuff, Purschke, Lautner (78. Schmeer), Rieger, Rauch

Tore: 1:0 Schnebinger (18.), 2:0 Schnebinger (24.), 2:1 Maric (68.), 3:1 Wirkner (69.), 4:1 Poschauko (74.), 4:2 Berchtold (78.)

Rot: Purschke (79., grobes Foulspiel)

Teschkes Ärger galt sicher einigen Schiedsrichterentscheidungen, aber wohl auch der eigenen Mannschaft, die es dem Gegner in einigen Phasen der Partie zu leicht gemacht hatte. So ließen sich die Pullacher nach einem starkem Beginn gleich durch die erste gelungene Aktion der Hausherren einschüchtern, als Matthias Poschauko an SVP-Schlussmann Gil Shohat scheiterte (15.). Kurz darauf stand es schon 2:0 für Rosenheim, zweimal traf Christian Schnebinger. Beim ersten Tor, nach einer Ecke, reagierte Stefan Benzinger zu spät (18.), beim zweiten, als Schnebinger den Ball aus spitzem Winkel ins Netz zauberte (24.), war neben Benzinger auch Shohat beteiligt. Vermeidbar waren beide Treffer. „Rosenheim war vom Kopf her in der ersten Halbzeit frischer“, gestand König, obwohl sein Team noch vor der Pause Chancen hatte: Durch Maximilian Thurnhuber, der nach Zuspiel des 18-jährigen Debütanten Alexander Lautner den Ball um Millimeter verfehlte (37.), und durch Toni Rauch , der Rosenheims Torwart Simon Vockensperger aus 18 Metern prüfte (38.).

Plötzlich stieg die Zornesröte in Teschkes Gesicht

Nach dem Wechsel hatte Teschke dann zunächst wenig auszusetzen: Seine Mannschaft machte nun Druck und wurde durch den Anschlusstreffer von Mario Maric nach Vorarbeit von Steffen Purschke belohnt (68.). Der Jubel über dieses Tor war kaum verklungen, da stieg plötzlich die Zornesröte in Teschkes Gesicht: Nach einem Rosenheimer Konter und Michael Tots Lattentreffer reagierte Werner Wirkner am schnellsten und stellte mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her (69.). Was Teschke dabei so erboste war das von Schiedsrichter Bernd Pfannenstein (Simbach) nicht geahndete Foul an Thurnhuber, das Rosenheims Gegenstoß erst ermöglicht hatte.

Pullach gab sich aber noch nicht auf: Maric scheiterte an Vockensperger (72.), und König sinnierte: „Wenn wir das 3:2 gemacht hätten, wäre vielleicht noch was gegangen.“ So aber war mit Poschaukos 4:1 (74.) der Fall endgültig erledigt, Michael Berchtolds 4:2 durch einen Freistoß (78.) nur noch Ergebniskosmetik. Zumal Purschke eine Minute später Rot sah, was nicht nur Teschke noch einmal auf die Palme brachte. „Er kommt von der Seite und trifft Ball und Gegner. Gelb okay, aber das war total überzogen“, schimpfte auch König, der auf der Pressekonferenz wenigstens noch Lob vom Gegner hörte. „Das war ein starkes Landesligaspiel mit viel Tempo, Pullach hat gut gespielt, aber wir waren im Abschluss besser“, meinte SB-Coach Walter Werner. Carsten Teschke hätten - wenn er denn selbst zur Pressekonferenz gekommen wäre - wohl auch diese anerkennenden Worte kaum besänftigt.

von Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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