Erstes Spiel seit der Regionalliga-Absage

Pullach muss die schwarze Woche vergessen

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Längere Zwangspause: Pullachs Tim Sulmer hat sich am Knie verletzt.

SV Pullach - Im Gegensatz zum vergangenen Jahr will der SV Pullach nach dem Regionalliga- Verzicht in der Erfolgsspur bleiben. Erste Nagelprobe für den guten Vorsatz ist das Heimspiel am Samstag (15 Uhr) gegen den TSV Schwabmünchen.

Pullach – Es war nicht die schönste Woche für den SV Pullach: das 1:2 beim VfR Garching, der Verlust der Tabellenführung an den Gegner, die Knieverletzung von Tim Sulmer (unter anderem Haarrisse im Meniskus und Überdehnung des hinteren Kreuzbands); schließlich der Verzicht auf einen Lizenzantrag für die Regionalliga. Vor allem daran hatten Verantwortliche und Spieler zu knabbern. „Es tut mir wahnsinnig leid für die Mannschaft“, bedauerte Pullachs Fußballboss Peter Koppermann die Aktiven, die nach Bekanntgabe der Entscheidung erst einmal bedient waren. „Die Enttäuschung war riesengroß“, berichtete Trainer Frank Schmöller.

Schon vor einem Jahr legte der SVP die Regionalliga-Pläne freiwillig ad acta. Danach gewann die Mannschaft, zu jenem Zeitpunkt noch Spitzenreiter, nur mehr eines von sieben Spielen. Einen ähnlichen Einbruch erwartet Schmöller diesmal nicht, vor allem wegen der außerordentlichen Vorleistung der Entscheidungsträger: „Der Unterschied ist, dass der Verein diesmal richtig Gas gegeben hat. Allein unser Manager Theo Liedl hat unzählige Stunden reingesteckt. Jetzt ist die Mannschaft am Zug.“

Einen weiteren Unterschied könnte Michael Hofmann machen: „Das erste, was er gesagt hat, war: ,Jetzt gehen wir die letzten sieben Spiele richtig massiv an.’ Vielleicht kann er uns den entscheidenden Schub geben, der im vergangenen Jahr gefehlt hat“, baut Schmöller auf Erfahrung und Einstellung des 43 Jahre alten ehemaligen Bundesligatorwarts. Aber auch Schmöller selbst hat mit seiner Vertragsverlängerung ein Zeichen gesetzt: „Als ich unterschrieben habe, war schon eine Tendenz zu erkennen.“

Trotzdem bekannte sich der Ex-Profi zum SVP und die Spieler ziehen offenbar nach. „Mit Christoph Dinkelbach und Steffen Purschke haben schon zwei Leistungsträger für nächste Saison unterschrieben. Deshalb bin ich optimistisch.“, so der Coach. Schon gegen den Vorletzten aus Schwabmünchen wird sich zeigen, ob die Zuversicht berechtigt ist, zumal der Kader weiter schrumpft: Neben Sulmer heißen die aktuellen Ausfälle Ömer Kanca (Muskelprobleme), Grgur Rados (Prellung) und Alexander Benede (Studium).

Damit erhält Menelik Ngu’Ewodo eine neue Chance, trotz Schmöllers Kritik: „So viel Vertrauensvorschuss, wie er zur Winterpause hatte, zu verspielen, das zeigt, wie er in der Vorbereitung gearbeitet hat. Das hat mir überhaupt nicht gefallen.“ Trotz der Personalnot ist Schmöller aber von der Stärke seiner Elf überzeugt: „Wir können uns im Grunde nur selber schlagen.“

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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