Ohne Ambitionen nach Bruck

SV Pullach noch in der Testphase

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"Möglicherweise holen wir noch einen Spieler", kündigt Teschke an.

SV Pullach - Seinen ersten Pflichtspielauftritt der Vereinsgeschichte als Bayernligist absolviert der SV Pullach heute (19.30 Uhr) beim SC Fürstenfeldbruck. Allerdings geht es noch nicht um Punkte, sondern um den ersten Qualifikationsschritt im Toto-Pokal.

Der Gewinner trifft am Samstag auf den Sieger des Spiels zwischen dem FC Falke Markt Schwaben und dem TSV Ampfing. Wer dann auch diese Partie erfolgreich beendet, steht in der 1. BFV-Pokal-Hauptrunde. Für Carsten Teschke ist dies allerdings eher zweitrangig. „Wir haben keine sonderlichen Pokal-Ambitionen. Das ist ein guter Test unter Wettkampfbedingungen“, erklärt der SVP-Coach.

„Allerdings wäre es wünschenswert, weiterzukommen, denn ursprünglich hieß es, dass nur am Samstag gespielt wird. Deshalb haben wir da keinen Test ausgemacht. Und wenn wir verlieren würden, hätten wir keinen Gegner.“

Eine Woche vor dem Bayernligastart wäre das ziemlich ungünstig, zumal an der Gistlstraße noch einiges zu tun ist. Das wurde in den Tests gegen Planegg (1:1, Tor: Maxi Schuster) und Heimstetten (1:3, Tor: Orhan Akkurt) deutlich. Beide Male führten die Raben zur Pause, ließen dann aber spürbar nach. „Wir hatten da nur einen schmalen Kader zur Verfügung. Und man hat gesehen, dass es mit der ersten Elf, die ich so etwa im Kopf habe, ganz gut aussieht. Aber von denen, die hinten dranstehen und ihre Chance suchen, kommt zu wenig“, macht Teschke die derzeit noch zu dünne Spielerdecke Sorgen. „Es sind momentan die üblichen Probleme: Trainingsrückstand, Urlaub.“

Und die kommende Ferienzeit bereitet dem Trainer sogar so viel Kummer, dass personell nachgelegt wurde. „Als ich dann auch noch die Urlaubsplanung von einigen gesehen habe, die bis in den August reingeht, haben bei mir schon alle Alarmglocken geschrillt. Deshalb haben wir mit Moritz Wolf-Weisbrod einen Neuzugang geholt.“ Der 20 Jahre alte ehemalige A-Junior der SpVgg Unterhaching mit dem starken linken Fuß, der zuletzt in Amerika war, danach laut Teschke in Offenbach zur Probe mittrainiert hat, aber doch keinen Vertrag bekam, kann links in der Viererkette oder im Mittelfeld spielen.

Wahrscheinlich kommt auch Antonio Misura wieder. Der hünenhafte Verteidiger war schon zweimal bei den Raben, musste aber jeweils wegen abgelaufener Aufenthaltserlaubnis wieder zurück in die Heimat. „Das ist ja jetzt einfacher mit der EU“, setzt Teschke darauf, dass der 23-Jährige aus Kroatien, dem Neu-Mitglied der Europäischen Union, diesmal länger bleibt.

Damit sind die Personalplanungen aber immer noch nicht abgeschlossen. „Möglicherweise holen wir noch einen Spieler“, kündigt Teschke an.

Vor diesem Hintergrund wird klar, warum die Partie in Fürstenfeldbruck Vorbereitungscharakter hat. „Wir sind noch total in der Testphase“, so Teschke, der bei der Aufstellung deshalb nach einer schlichten Maxime verfahren wird: „Wer in den letzten Trainingseinheiten den besten Eindruck gemacht hat, spielt.“

Von Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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