Schiedsrichter gibt vermeintlichen Ausgleichstreffer nicht

Pullach reicht ein Geistesblitz zum Sieg

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Durchgesetzt haben sich der SV Pullach und Keeper Michael Hofmann gegen den FC Pipinsried. Dabei verhinderte der Ex-Löwe einen Gegentreffer erst in letzter Sekunde.

SV Pullach - Ein Geistesblitz der Hausherren und eine Unaufmerksamkeit der Gäste genügten, um das Duell der Top-Teams der vergangenen Saison zu entscheiden: Der SV Pullach bezwang den FC Pipinsried ohne großen Glanz mit 1:0 (0:0).

„Wir haben heute nicht viel Fußball gespielt. Wir haben heute viel Fußball gearbeitet“, gab SVP-Coach Frank Schmöller zu.

Beide Mannschaften konnten nach zuletzt je drei Siegen in Folge eigentlich mit breiter Brust ins Spiel gehen. Doch so richtig selbstbewusst wirkten im ersten Durchgang nur die Pipinsrieder, die den Ton angaben, sich aber keine klaren Chancen herausspielten. Für die Raben, die in der Offensive überhaupt nicht auf Touren kamen, sprach nur, dass sie hinten wenigstens nichts zuließen. Trotz des Mangels an Möglichkeiten ereignete sich praktisch mit dem Pausenpfiff allerdings eine aus Sicht der Gäste mitentscheidende Szene: FCP-Verteidiger Robert Hügel erlitt bei einem Kopfballduell eine Platzwunde, kehrte zur zweiten Halbzeit nicht mehr aufs Feld zurück.

Kurz nach dem Wechsel machte sich Hügels Fehlen bemerkbar. So sah es jedenfalls der Pipinsrieder Trainer Bernd Weiß, der Pullachs Führungstreffer durch Menelik Ngu’Ewodo (51.) auf „eine unglaubliche Schlafmützigkeit“ seiner Defensive zurückführte: „Erst war es ein schlechter Abstoß und dann ist hinten keiner da.“ Tatsächlich ergab sich dort, wo Hügel vermutlich zur Stelle gewesen wäre, die entscheidende Lücke für den feinen Pass von Pullachs Innenverteidiger Florian Königer, der den Torschützen flach durch die Mitte und völlig allein auf die Reise schickte. So sehr sich Weiß ärgerte, so sehr freute sich Schmöller über den ersten gelungenen Angriff seiner Elf: „Das war eine sehr schöne Aktion von Flo Königer und eiskalt abgeschlossen.“

Danach wurde wieder fleißig gearbeitet, wobei sich Schmöller mit der Einstellung seiner Mannschaft vollauf zufrieden zeigte: „Es war eine engagierte Mannschaftsleistung. Und wir haben, bis auf Standards, wenig zugelassen.“ Einen großen Aufreger gab es allerdings noch: Nach einer Ecke brachten die Pullacher den Ball nicht weg, den Martin Finkenzeller mit dem Schienbein Richtung Tor bugsierte (63.). SVP-Keeper Michael Hofmann ließ die Kugel durchrutschen, griff sie sich aber im Nachfassen. Die Pipinsrieder jubelten mehrere Sekunden lang, sie waren der festen Überzeugung, der Ball habe die Linie überschritten und der Assistent habe dies auch angezeigt. Schmöller forderte seine Spieler hingegen auf, schnell weiterzuspielen, um gar keine Diskussion aufkommen zu lassen, denn: „Der Schiedsrichter hatte nicht gepfiffen.“ Tatsächlich lief die Partie weiter, der Gästejubel verebbte und Schmöller sah am Ende das Soll erfüllt: „Es war ein dreckiger Sieg. Aber ob glücklich oder verdient, ist mir völlig egal.“

Quelle: fussball-vorort.de

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