Schmöller-Elf mit breiter Brust

Der SV Pullach ist im Rollen

Trainer Frank Schmöller sieht seinen SV Pullach für die nächsten Wochen gut gerüstet. Foto: Robert Brouczek

Unbeirrt zieht Titelverteidiger SV Pullach in der Bayernliga Süd wieder vorneweg. Beim TuS Holzkirchen treten die Raben am Samstag (14 Uhr) nach zuletzt fünf Erfolgen am Stück mit breiter Brust an, auch wenn es noch einiges zu verbessern gibt.

Der aktuelle Trend macht Frank Schmöller natürlich Spaß: „Fünf Spiele, fünf Siege, das ist toll. Es ist auch für uns überraschend, wie gut es läuft“, sagt der SVP-Coach, der von seiner Truppe erwartet, dass sie in diesem Stil weitermacht: „Wir sind gerade ins Rollen gekommen und wir arbeiten so gut, dass wir kräftemäßig gut dabei sind. Meine Mannschaften waren im Herbst immer stabil.“ Nicht nur die Siegesserie nährt seine Zuversicht, sondern auch die Tatsache, dass nach anfänglicher Auswärtsschwäche zuletzt zwei Siege auf fremdem Platz eingefahren wurden. Erfreulich für den 51-Jährigen ist auch der Umstand, dass am Mittwoch mit dem 2:0 bei der U21 des TSV 1860 München nach sieben Partien endlich mal wieder hinten die null stand. Wobei das im letzten Viertel dieses Spiels nicht unbedingt nur konsequenter Abwehrarbeit zu verdanken war. Denn Chancen hatten die „kleinen“ Löwen zuhauf, zweimal bewährte sich SVP-Keeper Marijan Krasnic in dieser Schlussphase mit Wahnsinnsparaden, einmal rettete die Latte, mehrmals aber mangelte es den Gastgebern schlicht an der nötigen Kaltschnäuzigkeit. „Ich weiß nicht, ob Holzkirchen so die Chancen verbläst wie 1860“, schwört Schmöller sein Team schon mal darauf ein, am Samstag weniger Möglichkeiten zuzulassen. Wobei er bei seinen Spielern einen gewissen Substanzverlust aufgrund des Terminkalenders - und zwar nicht nur des sportlichen - registrierte: „Wir hatten die Wiesn und wir haben viel gespielt. Dass wir gegen Sechzig in den letzten 20 Minuten ein bisschen unter Druck kamen, hat auch mit der Kraft zu tun.“

In Holzkirchen hofft der Coach auf mehr Frische und damit mehr Konsequenz, nicht nur in der Defensive, sondern auch im Abschluss: „Wenn wir vorher gegen Sechzig unsere Chancen machen, steht es auch schon 4:0.“ Die Holzkichner, die nach starkem Start ins Mittelfeld zurückgefallen sind (derzeit Platz acht), nimmt Schmöller sehr ernst: „Ich freue mich auf einen Aufsteiger, der uns wirklich fordert. Wir dürfen uns da nicht so einfache Ballverluste leisten wie gegen die Löwen, damit wir nicht in Konter laufen.“ Erfreulich für Schmöller: Der Kader füllt sich wieder und es drängen junge Leute nach, wie der gerade erst 20 gewordene, verspätete Neuzugang Kevin Nsimba, der nun schon sein drittes Spiel über die volle Distanz bestritt. „Er kann derjenige werden, der rechts hinten die Lücke schließt“, lobt der Trainer den Ex-Augsburger, der nicht nur mit seiner Leistung im Spiel zum Höhenflug der Raben beiträgt, sondern ebenso auf dem Trainingsplatz, was Schmöller den Job durchaus erleichtert: „Die Jungen fördern auch den Konkurrenzdruck. Da kann sich keiner eine Pause erlauben. Und das Erfolgsgeheimnis heißt wie immer im Fußball: Arbeiten! Arbeiten! Arbeiten!“

SV Pullach: Krasnic - Nsimba, Jobst, Benede, Penic, Bauer, Leugner, Hutterer, Dinkelbach, Roth, Dotzler

Quelle: fussball-vorort.de

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