Schmöller-Team befindet sich im freien Fall

Pullach ruft den Abstiegskampf aus

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"Wenn ich 5:1 verliere, liegt es an allem": Frank Schmöller ist alles andere als zufrieden mit den Leistungen seiner Mannschaft

SV Pullach - Der SV Pullach taumelt der Abstiegszone entgegen. Und in dieser ungemütlichen Lage gastiert mit dem TSV 1882 Landsberg am Samstag (15 Uhr) auch noch das Überraschungsteam der Bayernliga Süd an der Gistlstraße.

Die Raben im Sturzflug: nach drei Schlappen in Folge auf Rang zwölf zwischengelandet, mit einem dünnen Zwei-Punkte-Polster auf die Relegationszone. Zuletzt, nach dem 1:5 in Unterföhring, riefen die Verantwortlichen schon den Abstiegskampf aus. Trainer Frank Schmöller konnte sich die Wunden aussuchen, in die es den Finger zu legen galt. „Neun Tore in den letzten zwei Auswärtsspielen, das ist kein Abwehrverhalten“, schloss er das vorangegangene 1:4 in Kottern in seine Defensivrechnung mit ein. Auf die Frage, ob es an der Einstellung liege, antwortete er trocken: „Wenn ich 5:1 verliere, liegt es an allem.“ Schließlich zog er noch den Teamgeist in Zweifel: „Wir sind im Moment keine Mannschaft. Jeder hadert mit den anderen und mit sich selbst.“ Und: „Eine gute Mannschaft zeigt sich dann, wenn es nicht so gut läuft. Im Moment ist es nicht so, dass einer für den anderen rennt.“

Hat etwa unter dem Abschied der Stützen, Torwart Sandro Volz und Torjäger Orhan Akkurt, die Hierarchie an der Gistlstraße stärker gelitten als zuvor befürchtet? Schmöller sagt’s durch die Blume und doch recht unverblümt: „Zum Thema Volz und Akkurt werde ich keine Fragen mehr beantworten, das ist Vergangenheit. Aber wenn Sandro Volz fünf Tore bekommen hätte, dann hätte sich nach dem Spiel keiner in die Kabine getraut, denn dann hätte er verbal alles platt gemacht.“

Doch der Coach hat noch genügend gestandene Leute im Kader, die er in die Pfkicht nehmen kann: „Richten müssen es die erfahrenen Leute: Heckel, Häfele, Beierkuhnlein, Benede, Königer“, fordert Schmöller. Überhaupt: Hierarchien. „Im Grunde ist das alles pille-palle. Am Wochenende geht es um drei Punkte gegen einen sehr starken Gegner.“

In der Tat: Landsberg ist Zweiter, hat zuletzt den Tabellenvierten 1. FC Sonthofen 2:1, den Sechsten TSV 1860 Rosenheim auswärts 3:0 und den Spitzenreiter SV Heimstetten 3:2 besiegt, dazu im Pokal beim 1:3 gegen die SpVgg Unterhaching einen ausgezeichneten Eindruck hinterlassen. Und das im Grunde mit dem Kader, der im Vorjahr auf Rang acht landete. „Das ist eine gewachsene Mannschaft, die sich noch mehr zusammengefunden hat und aufgrund der jüngsten Ergebnisse sicher auch etwas Euphorie mitbringt“, so Schmöller, der seine Spieler in dieser Woche übrigens viermal zum Training bat. „Nach dem Unterföhring-Spiel war mir völlig wurscht, wie sie darauf reagieren würden, aber  sie haben wirklich gut mitgezogen.“ Eine Erfolgsgarantie ist aber auch das nicht, wie Schmöller weiß: „Im Training würdest Du sowieso nicht vermuten, dass die Mannschaft was zwischen die Hörner bekommen hat. Sie trainiert richtig gut, das war auch vor dem Unterföhring-Spiel so.“

Quelle: fussball-vorort.de

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