Schmöller lobt Auftritt seiner Mannschaft

Pullach im Stile einer Spitzenmannschaft auf Rang zwei

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Frank Schmöller und der SV Pullach sind schon Zweiter in der Tabelle.

SV Pullach - Spielerischer Glanz zum Start war ohnehin nicht zu erwarten. Was Einstellung und Cleverness betraf, präsentierte sich der SV Pullach beim 2:0 (1:0)-Erfolg bei der DJK Vilzing aber durchaus im Stile einer Bayernliga-Spitzenmannschaft.

„Wir haben heute das gemacht, was nötig war. Und das war nicht das Spielerische. Das hat für meinen Geschmack zwar etwas zu sehr gefehlt. Aber heute war das Kämpferische gefragt“, freute sich Trainer Frank Schmöller über einen effizienten Auftritt mit Herz. „Einsatz, Wille und Leidenschaft waren da. Wie wir die Zweikämpfe angenommen haben, das war sehr gut.“

In einem chancenarmen Spiel auf Kunstrasen durften sich die Pullacher in der 38. Minute über die wichtige Führung freuen: Einen schönen Freistoß von Christoph Dinkelbach lenkte Vilzings Schlussmann Michael Riederer mit den Fingerspitzen an die Latte, Sulmer staubte ab. „Kurz vor der Halbzeit war das natürlich ein günstiger Zeitpunkt. Das hat uns in die Karten gespielt“, so Schmöller, der in der Pause seine Schützlinge noch einmal eindringlich darauf hinwies, alles zu unterlassen, was dem Schiedsrichter die Möglichkeit geben würde, eine Karte zu zücken. „Das war ein richtiges Kampfspiel mit Nickligkeiten auf beiden Seiten, und ich habe schon nach einer Viertelstunde gesagt, dass das hier nicht mit elf gegen elf zu Ende geht“, so der SVP-Coach. „Ich habe auf meine Spieler gebetsmühlenartig eingewirkt, dass ich nicht will, dass wir als erste Mannschaft dezimiert werden.“ Doch genau so kam es: Sulmer, der für eine Attacke unmittelbar vor der Pause verwarnt worden war (die heimischen Fans hatten gar lautstark Rot gefordert) , leistete sich kurz nach dem Wechsel ein weiteres Foul, auch noch „direkt vor der Vilzinger Trainerbank“, wie Schmöller süffisant hinzufügte. Gelb-Rot war die durchaus berechtigte Folge (50.), und der Trainer grummelte: „Klar, dass sich da meine Begeisterung in Grenzen hielt.“ Doch Schmöller wurde für den Ärger durch eine sehr clevere Unterzahl-Vorstellung seiner Truppe entschädigt. „Was wir danach gespielt haben, war richtig gut, ein 4-4-1-System mit engen Abständen. Wir haben nichts zugelassen, und dass wir gleich nach dem Platzverweis nachgelegt haben, war natürlich optimal.“ Das 0:2 entsprang einem Bilderbuchkonter über Dinkelbach, der den Ball im richtigen Moment durch die Schnittstelle der Abwehr spielte, Ömer Kanca nutzte die toll vorbereitete Chance eiskalt (55.). Danach hatten die Raben den Gegner, der nach Gelb-Rot für David Romminger (88.) die Partie auch nur zu zehnt beendete, voll im Griff. Torwart Michael Hofmann bekam es allenfalls mit minder gefährlichen Fernschüssen und Freistößen zu tun.

„Wir sind nicht umsonst die beste Auswärtsmannschaft der Liga. Solche Statistiken lügen ja nicht“, meinte Schmöller nach den insgesamt souveränen 90 Minuten. Und auch die Gesamtstatistik kann sich sehen lassen: Durch den Sieg kletterte der SVP auf Rang zwei.

Quelle: fussball-vorort.de

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