SV Pullach verschenkt drei Punkte

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Verzweiflungsgesten: Philipp Malige (l.) und Florian Königer zum Thema Pullacher Chancenverwertung.

Pullach - 2:0 geführt, beste Chancen ausgelassen und am Ende sogar noch 2:4 verloren. Der SV Pullach hat gegen den TSV Landsberg eine mehr als unnötige Niederlage kassiert.

Statistik

SV PULLACH – TSV LANDSBERG 2:4 (2:2)
SV Pullach: Shohat; Duswald, Malige, Königer, Berchtold (84. Lautner), Purschke (46. Schlichting), Schuff, Knapic, Thurnhuber, Maric, Schmeer (68. Hodzic)
Tore: 1:0, 2:0 Schmeer (10., 17.), 1:2 Rakaric (31.), 2:2 Bonfert (42.) 2:3 Buschl (57.), 2:4 Korora (86.)

Der SV Pullach hat im Heimspiel gegen den TSV Landsberg leichtfertig drei Punkte hergeschenkt. 2:0 hatten die Pullacher bereits geführt, dann aber unzählige hochkarätige Chancen vergeben und das Spiel letztlich noch mit 2:4 (2:2) verloren. Da Pullachs Trainer Carsten Teschke nach seiner Zehen-Operation zwar unter den Zuschauern weilte, aber noch nicht so fit war, um das Coachen zu übernehmen, sprang Manager und Ex-Trainer Theo Liedl ein. Anfangs hatte Liedl umgehend wieder Freude an seiner früherer Tätigkeit gewonnen, denn schnell führte seine Mannschaft durch zwei Tore von Daniel Schmeer (10. und 17. Minute) 2:0. Doch bald zeigte der Fußball Liedl seine andere Seite. In der 30. Minute donnerte nämlich Sebastian Schuff den Ball an die Latte des Landsberger Tore (30.), nur wenige Augenblicke später bejubelten die Gäste den Anschlusstreffer durch Rakaric.

Großchancen versiebt

Beinahe wäre das Spiel entschieden gewesen, zumal Pullach vor dem Anschlusstreffer mehrere Großchancen vergeben hatte, doch nun war alles wieder völig offen. Und es kam noch schlimmer für die Gastgeber: Bonfert setzte kurz hinter der Mittellinie zum Solo an, ließ die Pullacher wie Slalomstangen stehen, spielte auch noch Torwart Gil Shohat aus und schob den Ball zum 2:2 ins Tor (42.).

„So darf man sich nicht ausspielen lassen“, schimpfte Liedl – und weg war sie, die Freude an der Aufgabe als Interimscoach, zumal Mario Marcic nur den Pfosten traf (45.). In der zweiten Halbzeit nahm das Pullacher Unheil seinen Lauf. Schmeer, Maric, Thurnhuber, Knapic und Schlichting vergaben Chancen, eine besser als die andere, so dass es die 180 Zuschauer an der Gistlstraße kaum fassen konnten. Aber die Tore schossen die Gäste. Das 3:2 markierte Alex Buschel mit einem Sonntagsschuss aus 25 Meter (57.), das 4:2 Korora per Elfmeter (er traf im Nachschuss) vier Minuten vor dem Schlusspfiff.

Die Pullacher waren bedient, Liedl schimpfte und Sprecher Walter König hatte das Schlusswort: „Das Spiel hat gut angefangen und böse geendet."

von Robert Gasser

Quelle: fussball-vorort.de

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