SV Pullach will 30-Prozent-Chance nutzen

Teschke will Team auf der ein oder anderen Position umstellen

SV Pullach - Der SV Pullach kann heute den Aufstieg in die Bayernliga schaffen. Doch dazu müssen die Raben im Relegations-Rückspiel beim SC Fürstenfeldbruck auf jeden Fall gewinnen (19 Uhr).

Robert M. Frank

Pullach – Der SV Pullach steht vor einem großen historischen Moment. Heute kann die Mannschaft im Relegations-Rückspiel beim SC Fürstenfeldbruck den Aufstieg in die Bayernliga Süd perfekt machen. „Das wäre der größte Erfolg der Vereinsgeschichte“, sagt Manager Theo Liedl. Vor dem entscheidenden Spiel in Fürstenfeldbruck versuchen die Isartaler, die Erwartungen allerdings nicht allzu hoch zu schrauben. „Wir werden das Spiel in gewisser Ruhe angehen“, sagt Liedl.

Da die Raben das Hinspiel mit 0:1 zuhause verloren, darf das Team nicht allzu zurückhaltend agieren.

Teschke will Team auf der ein oder anderen Position umstellen

Denn um sich für die neue fünftklassige Bayernliga Süd zu qualifizieren, muss der SVP bei den Kreisstädtern auf jeden Fall gewinnen. In der Tatsache, als Außenseiter ins Spiel zu gehen, sieht Pullachs Trainer Carsten Teschke einen psychologischen Vorteil. „Wir haben im Prinzip nichts zu verlieren“, sagt der Coach, dem der gleiche Kader wie im Hinspiel zur Verfügung steht. Personell wird Teschke im Vergleich zum Hinspiel am vergangenen Sonntag seine Mannschaft möglicherweise auf der einen oder anderen Position umbauen. Wo genau ließ er offen.

Seinen Spielern gibt der Trainer klare Vorgaben. „Wir müssen vom Kopf her viel klarer sein als im Hinspiel und auch besser in die Zweikämpfe gehen“, fordert Teschke. Vor allem der erste Durchgang im Hinspiel hinterließ beim Trainer keinen guten Eindruck. „Wir müssen die Angst von Beginn an ablegen und so spielen, wie wir es im zweiten Durchgang getan haben“, sagt Liedl.

Auch in der Offensive sollten sich die Pullacher gegenüber dem Sonntags-Spiel steigern, wo die Mannschaft einige große Chancen ausließ. „Wenn wir unsere Möglichkeiten verwerten, dann haben wir gute Chancen“, sagte Liedl. Damit die Chance auf den Aufstieg gewahrt werden, muss aber auch die Defensive auf der Hut sein. Ein Gegentreffer könnte die Träume der Pullacher beenden.

„Man hat ja im Fußball schon viele Überraschungen erlebt.“

„Deswegen müssen wir schauen, dass wir kein Gegentor bekommen“, sagte Teschke.

Zwar hat der SVP in den 34 Partien der abgelaufenen Landesliga-Saison den Platz elf Mal ohne Gegentor verlassen. Doch gegen den Tabellenneunten aus Fürstenfeldbruck kassierte das Team in beiden Duellen ein Tor. „Die Chancen stehen 70 zu 30 Prozent für Fürstenfeldbruck“, behauptet Liedl. „Man hat ja im Fußball schon viele Überraschungen erlebt.“

Sollte der Landesliga-15. der abgelaufenen Spielzeit doch auf der Zielgeraden scheitern, wäre das für die Vereinsverantwortlichen kein Beinbruch. „Wenn wir es nicht schaffen, dann haben wir den Ehrgeiz, es im nächsten Jahr erneut anzugehen“, sagt Liedl, der damit den Druck von seiner Mannschaft nimmt. Das 0:1 aus dem Hinspiel soll nicht in den Köpfen herumspuken. „Wir haben nichts zu verlieren. Die Jungs sollen die große Kulisse einfach genießen.“ Sollte es trotz der schwierigen Ausgangspositionen mit dem Aufstieg klappen, dürfte die Freude umso größer sein. „Ich finde, dass man in so einer Ausgangssituation nicht damit planen sollte. Aber sollte es am Ende dann wirklich so sein, feiern wir spontan.“

Voraussichtliche Aufstellung:

Shohat – Purschke, Heckel, Königer, Meissner – Cukur, Malige (Misirlioglu), Schuff, Beierkuhnlein – Duswald, Rauch.

Quelle: fussball-vorort.de

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