SV Pullach zweimal zu inkonsequent

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Orhan Akkurt brachte den SV Pullach mit 1:0 in Führung.

SV Pullach - Über eines waren sich Manager, Trainer und Spieler des SV Pullach nach dem Heimspiel gegen den TSV 1883 Bogen einig: Es wäre mehr drin gewesen als das 2:2 (1:0).

Mit einigen Momenten der mangelnden Konzentration machten die Raben den soliden, aber anfangs ungefährlichen Gegner stark. „Wir haben es aus den Händen gegeben. Ich hatte schon das Gefühl, dass der Sieg verdient gewesen wäre. Aber wir haben ihn durch zwei Abwehrschwächen hergeschenkt“, trauerte Manager Theo Liedl dem Punktverlust ebenso nach wie Trainer Frank Schmöller: „Ich glaube nicht, dass Bogen ohne unsere Fehler eine Torchance herausgespielt hätte.“ Und Stürmer Orhan Akkurt fasste kurz zusammen: „Selber schuld!“

Dabei hatte der Torjäger für einen Pullacher Blitzstart gesorgt, als er Andreas Roths Flanke per Kopfball-Bogenlampe zum 1:0 ins lange Ecke beförderte (3.). Auch danach dominierte der SVP, ohne allerdings viele Möglichkeiten herauszuspielen. Die beste vor der Pause ergab sich nach Vorarbeit von Moritz Wolf-Weisbrod: Akkurt hätte schon aus der Drehung abziehen können, doch er bediente uneigennützig Roth, der mit seinem schwächeren rechten Fuß drüberzielte (43.).

Ein Treffer in dieser Phase hätte den Hausherren gut getan, denn Bogen kam immer besser in die Partie. „Nach unserem frühen Tor haben wir den Gegner zu stark aufgebaut“, fand Schmöller, er fügte aber auch an: „Trotzdem hatten wir alles im Griff.“ In der Tat: Bis zur Pause hatten die Gäste nicht den Hauch einer Torchance.

Dafür brannte es nach dem Wechsel gleich lichterloh im Strafraum der Raben. Erst durfte mit Ismail Morina der wohl kleinste Spieler auf dem Feld völlig frei aus kurzer Distanz köpfen, SVP-Keeper Sandro Volz war auf dem Posten (46.). Dann konnte sich Markus Huber ebenso ungedeckt die Ecke aussuchen: das 1:1 (48.). „In den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit waren wir im Tiefschlaf. Da haben wir um das Gegentor gebettelt. Und wenn du im Fußball um etwas bettelst, bekommst du es auch“, ärgerte sich Schmöller, dessen Team aber rasch wieder zurück ins Spiel fand und durch einen Klasse-Freistoß von Christoph Meißner aus 25 Metern in den Winkel mit der erneuten Führung belohnt wurde (63.). „Ein Traumtor“, schwärmte Schmöller.

Seine Begeisterung verflog aber mit den nächsten Schnitzern seiner Mannschaft. Einen bügelte Volz gegen Huber noch aus (68.), doch dann servierte SVP-Kapitän Richard Heckel dem Bogener Michael Renner den Ball vor dem eigenen Gehäuse mit einem verunglückten Abwehrversuch (73.). Von einem individuellen Fehler zu sprechen, wäre dennoch verfehlt. Denn schon in den Sekunden vor diesem 2:2 hatte es die Pullacher Hintermannschaft mehrfach versäumt, entschlossen zu klären.

Danach stand das Spiel auf der Kippe, Peter Beierkuhnlein hätte beinahe für ein Pullacher Happy End gesorgt, doch sein Kopfball nach einem zielstrebigen Konter und Akkurt-Flanke flog knapp vorbei (89.).

Am Einsatz seiner Truppe hatte Schmöller nichts auszusetzen, wohl aber an der Konzentration: „Wir waren zweimal komplett inkonsequent, dabei hatten wir das noch in der Halbzeit besprochen. Das ist ganz normale Fußball-Psychologie, dass ein Gegner, der zurückliegt, in der ersten Viertelstunde nach der Pause richtig Gas gibt. Darauf musst du dich einstellen, denn das ist so sicher, wie da zwei Tore und vier Eckfahnen auf dem Feld stehen. Und nach dem 2:1 war es ähnlich. Wenn du eine Spitzenmannschaft sein willst, musst du das nach Hause bringen.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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