Bayernliga Süd

Pullacher Aufwärtstrend beim 1:1

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Die 1. Mannschafts des SV Pullach 2013/ 14.

SV Pullach - Zum fünften Mal in Folge blieb der SV Pullach ohne Sieg. Immerhin war beim 1:1 (1:0) gegen den TSV 1882 Landsberg aber ein Aufwärtstrend zu erkennen.

Die Spieler zerknirscht, der Trainer gnädig. So präsentierten sich die Raben nach dem Remis gegen das zuletzt so furiose Gäste-Team, das durch den Punktgewinn an der Gistlstraße sogar die Tabellenspitze der Bayernliga Süd eroberte. Während der frustrierte Kapitän Richard Heckel keinen Kommentar abgeben wollte, meinte Coach Frank Schmöller: „Grundsätzlich kann man auf dieser Leistung aufbauen. Vor allem die zweite Halbzeit war in Ordnung, da haben wir guten Fußball gespielt.“

Die Anfangsphase gehörte allerdings den Landsbergern, die nach drei Siegen in Serie über Konkurrenten aus dem Spitzenfeld zunächst mit breiter Brust aufmarschierten. „Wir haben uns ein bisschen schwer getan, ins Spiel reinzukommen“, gab Schmöller zu. Trotzdem feuerten die Pullacher den ersten gefährlichen Schuss ab: Christoph Meißners Freistoß lenkte TSV-Keeper Tobias Heiland mit Mühe zur Ecke (12.). Und aus der entwickelte sich die SVP-Führung: Bernd Häfele eroberte den abgewehrten Ball zurück, zog auf dem rechten Flügel entschlossen davon. Seine Flanke erreichte auf Umwegen Tim Sulmer, der die Kugel geradezu akrobatisch ins Netz beförderte (13.).

Das Tor hinterließ auf beiden Seiten seine psychologische Wirkung. Die Gäste gaben ihre Selbstsicherheit gewissermaßen an die Raben ab, die nun immer besser in die Partie fanden. Auch wenn die ganz dicken Chancen fehlten: Der SVP schien vor der Pause richtig Oberwasser zu bekommen. Doch gleich nach dem Wechsel folgte der Rückschlag: Die komplette Abwehr ließ sich von einem Landsberger Freistoß überraschen, der sofort angespielte Muriz Salemovic überlupfte den chancenlosen Cerruti Nsuka-Zola im SVP-Kasten (47.). Ein Treffer, der Schmöller mächtig wurmte: „Das Schlimme ist, ich habe es in der Pause noch einmal gesagt: Stellt Euch bei Freistößen vor den Ball, die führen schnell aus. Ich weiß nicht, wie man das vom Weg aus der Kabine auf den Rasen vergessen kann.“ Nach dem Treffer wirkten die Raben kurz konfus, das Spiel drohte zu kippen, doch Maxi Schusters Versuch, bei dem sich Heiland mächtig strecken musste (57.), leitete die Phase ein, für die Schmöller sein Team nach dem Schlusspfiff lobte. Heiland musste nun noch öfter eingreifen: bei Steffen Purschkes abgerissener Flanke (62.), Dinkelbachs Freistoß (81.), Marco Gröschels Riesenmöglichkeit nach tollem Spielzug (88.) und schließlich Florian Königers Nahdistanz-Kopfball nach einer Ecke, der dem Torwart allerdings genau in die Arme flog (90.+3.).

„Wir haben uns Chancen herausgespielt, aber da darf man die eine oder andere auch mal machen“, so Schmöller. Ein 2:1 wäre in der Tat ein Befreiungsschlag gewesen, auch hinsichtlich der Tabelle, in der der SVP weiter am Rande der gefährdeten Zone wandelt. „In unserer Lage muss man den Blick auch nach unten richten“, betonte der Trainer, der sich zwar über die Steigerung seines Teams freute, aber weitere Besserung einforderte. „Nach dem 1:5 in Unterföhring war wichtig, dass die Leistung gestimmt hat. Die vergangene Woche war nicht ohne, und wie die Mannschaft reagiert hat, war in Ordnung. Wir dürfen jetzt aber auch keinen Zentimeter zurückweichen, denn nächste Woche wartet mit Dachau wieder ein starker, selbstbewusster Gegner.“

 

Quelle: fussball-vorort.de

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