Kurztrip in die alte Heimat

Pullachs brandgefährliche Offensive: Neuzugang Menelik Ngu´Ewodo

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In der Pullacher Offensive brandgefährlich: Neuzugang Menelik Ngu´Ewodo.

Pullach – Die Woche vor dem Heimspiel des SV Pullach am Samstag (14 Uhr) gegen die SpVgg Hankofen-Hailing war keine ganz gewöhnliche für Trainer Frank Schmöller.

Einen persönlichen Überblick von der Verfassung seiner Spieler konnte sich der 49-Jährige in den vergangenen Tagen nämlich nicht verschaffen. In der Einheit am Dienstag fiel nach zehn Minuten das Flutlicht aus. „Wir haben dann ein paar Sprints gemacht, auch wenn das den Spielern natürlich nicht gefällt, ohne Ball zu laufen. Aber wir haben uns wenigstens ganz gut bewegt“, kommentierte Schmöller die Panne.

Das nächste Training am Donnerstag leitete dann Co- Trainer Stefan Benzinger, denn Schmöller weilte aus beruflichen Gründen in seiner Heimatstadt Hamburg. „Wobei ich gar nicht weiß, ob ich es noch Heimat nennen kann, weil ich schon so lange weg bin“, so der Coach. „Hamburg ist für mich aber immer eine Reise in die Vergangenheit, es tut gut ein bisschen Elbluft zu atmen.“ Schmöller hat auch noch alte Freunde in der Hansestadt, die er allerdings nicht treffen konnte. „Zu durchgetaktet“ sei der Geschäftstrip. Trotz der Termindichte hoffte Schmöller vor der Abreise aber, ein persönliches Anliegen wahrnehmen zu können: „Wenn ich Zeit finde, will ich mich ins Kondolenzbuch für Helmut Schmidt eintragen.“ Denn der Tod des Altkanzlers machte diese Hamburgreise für Schmöller zu einer besonderen: „Er war der Kanzler meiner Jugend, eine Persönlichkeit der Weltpolitik, und das aus Langenhorn, das ist fünf Kilometer Luftlinie entfernt von da, wo ich aufgewachsen bin.“ Am heutigen Samstag gilt die ganze Konzentration aber wieder der sportlichen Gegenwart. Und die beschert Schmöllers Raben den dritten Abstiegskandidaten in Folge.

„Im Moment ist jeder Gegner eine Blaupause vom vorigen. Alle kämpfen darum, den Anschluss zu halten.“ Weshalb die Partie auch durchaus ähnlich wie das Hinspiel aussehen könnte, wogegen Pullachs Trainer überhaupt nichts einzuwenden hätte, wenn sich am Ende dann auch das Resultat wiederholen würde: Bei den Niederbayern siegte der SVP mit 2:1. „Das war sicherlich kein spielerisches Glanzlicht“, erinnert sich Schmöller, „aber im Fußball geht es letztlich um die drei Punkte.“

SV Pullach: Hofmann - Purschke, Königer, Leugner, Benede, Heckel, Häfele, Dinkelbach, Sulmer, Ngu’Ewodo, Roth

Quelle: fussball-vorort.de

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