Pullachs Coach Schmöller: "Die schweren Gegner kommen erst."

Nach den Schlagerspielen gegen die Konkurrenten aus dem Spitzentrio, Pipinsried und Rain, bleibt dem Bayernliga-Dritten SV Pullach keine Zeit durchzuatmen. Am Samstag (14 Uhr) gastieren die Raben beim BCF Wolfratshausen.

Pullach – Und Trainer Frank Schmöller hält gar nichts davon, den Tabellenelften auf die leichte Schulter zu nehmen. „Alle tun so, als hätten wir die schwersten Gegner jetzt hinter uns. Aber die schweren kommen meiner Meinung nach jetzt erst“, sagt er, auch mit Blick auf die Partie danach beim Vierten FC Unterföhring. Doch schon Wolfratshausen sei sehr zu beachten, findet der 48-Jährige: „Die sind in dieser Saison unheimlich stabil.“ Wobei die Statistik den Wölfen eher einen Abwärtstrend bescheinigt: Nach zwischenzeitlich sechs Partien ohne Niederlage haben sie von den jüngsten vier Spielen drei verloren. Vielleicht auch eine Wirkung der schweren Verletzung von Marco Höferth: Der ehemalige Spieler des FC Bayern München II fällt wohl für die gesamte Vorrunde aus. Höferth war vor der Saison auch beim SV Pullach im Gespräch, aber Manager Theo Liedl winkte ab: „Wir können ihn nicht bezahlen.“

 

Im Übrigen sind in Diensten des BCF einige Ex-Pullacher zu finden: Team-Manager Klaus Brand war schon Trainer an der Gistlstraße, Co-Trainer Günther Wernthaler stand beim SVP einst zwischen den Pfosten, auf dem Feld könnte es zur Begegnung mit den ehemaligen Raben Christian Duswald und Onur Misirlioglu kommen.

 

Als Vorteil für die Hausherren mag sich ihre Verlegung des Duells mit der SpVgg Unterhaching II auf Mitte Oktober erweisen. So waren sie am Mittwoch spielfrei, während die Pullacher gegen den Spitzenreiter TSV Rain 90 Minuten Vollgas geben mussten, und das nur vier Tage nach dem 0:1 beim Zweiten FC Pipinsried. Auch wenn für sein Team aus den beiden Top-Spielen nur ein Zähler heraussprang, wirkte Schmöller nach dem 1:1 gegen Rain recht gelöst: „Mit der Leistung kann ich leben. Und diese Leistung hat einen Punkt gebracht, gegen die Übermannschaft der Liga.“ Der Coach wähnt sein Team auf dem richtigen Weg. „Man sieht, wie sich die Mannschaft taktisch entwickelt, wie sie die Räume für den Gegner eng macht.“

 

Auch wenn noch längst nicht alles perfekt ist: „Wir waren gegen Rain wahnsinnig stabil, bis auf die Viertelstunde vor der Pause. Da haben wir das Visier hochgeklappt, das sah ein bisschen nach Training und Hurra-Fußball aus“, bemängelte Schmöller die zwischenzeitliche Abkehr von der taktischen Disziplin. Und auch in der Offensive gibt es noch Steigerungsmöglichkeiten: „Bei manchen Kontern haben wir noch die falsche Entscheidung getroffen. Meine Spieler wollen den Ball immer ins Tor tragen, ich weiß nicht, warum die nicht mal schießen.“

 

Quelle: fussball-vorort.de

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