Pullachs "Füße sind wie gelähmt"

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Kein Aufstieg, keine Motivation, keine Erfolge mehr: Bekommt der SV Pullach noch die Kurve?

SV Pullach - Kriegt der SV Pullach noch die Kurve? Vor dem Heimspiel gegen den VfB Eichstätt am Samstag (15?Uhr) herrscht an der Gistlstraße in diesem Punkt eher Skepsis.

Seit der Verein bekanntgab, dass die Regionalliga-Anforderungen nicht zu erfüllen, ein Aufstieg mithin unmöglich sei, befinden sich die Raben im Sturzflug: Drei Niederlagen mit insgesamt 0:8 Toren kosteten die Tabellenführung. Zwar steht der SVP noch auf dem zweiten Platz, und tiefer als Rang drei kann man ohnehin nicht mehr landen. Aber von einer erneuten Trendwende scheinen die Verantwortlichen nicht überzeugt. „Jetzt wird es ganz schwer“, fürchtet Manager Theo Liedl, der vor allem zuletzt bei den Heimschlappen gegen Wolfratshausen (0:1) und Unterföhring (0:3) eine völlig verwandelte Mannschaft sah: „Im Vergleich zu dem, was wir vorher gespielt haben, war nur noch ganz wenig da.“

Dabei macht Liedl den Spielern in Sachen Einstellung keine Vorwürfe: „Es ist ja nicht so, dass sie es nicht wollen. Aber die Füße sind wie gelähmt.“

Auch Frank Schmöller holt nicht die Peitsche raus: „Wir haben Einzelgespräche geführt, haben das Wolfratshausen-Spiel kritisch analysiert. Und wir haben nicht auf die Mannschaft draufgeschlagen. Das werde ich definitiv auch nicht tun.“ Der Trainer hatte sich eine andere Reaktion erhofft, doch nun kommt er bei der Ursachenforschung um die naheliegende Erklärung nicht mehr herum: „Man muss sich nach drei Niederlagen eingestehen, dass die Entscheidung des Vereins größere Auswirkungen hat, als wir das geglaubt hatten. In den letzten beiden Spielen war die Luft komplett raus.“

Schmöller bricht deshalb zwar nicht den Stab über seine Spieler, dennoch fällt es ihm schwer, den Abwärtstrend zu akzeptieren: „Menschlich kann ich das irgendwo verstehen, aber als Sportsmann finde ich, wenn ich am Samstag drei, vier Stunden investiere und auf dem Platz stehe, dann will ich auch jedes Spiel gewinnen.“

Für den 48-Jährigen ist die Situation „vielleicht auch eine Lehre fürs Leben“ seiner Akteure: „Ich habe den Spielern nach dem Unterföhring-Spiel gesagt, sie werden im Leben öfter schlechte Nachrichten bekommen. Da können sie auch nicht vier Wochen drüber grübeln, sondern sie müssen wieder aufstehen.“ Und das Grübeln ist nach Ansicht des Ex-Profis des Hamburger SV die Ursache allen Übels: „Es bestätigt sich wieder, was mein alter Lehrmeister Ernst Happel immer gesagt hat: Zu 80 Prozent ist Fußball eine Sache des Kopfes.“

Sollte der Kopf wieder frei sein, wäre der Tabellenzwölfte aus Eichstätt sicher zu bezwingen. Doch Schmöller ist skeptisch: „Ich habe im Moment nicht viel Hoffnung, dass wir den Bock gegen Eichstätt umstoßen.“

SV Pullach: Volz - Purschke, Königer, Mooshofer, Beierkuhnlein, Dinkelbach, Benede, Schuster, Balkan, Roth, Akkurt

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Quelle: fussball-vorort.de

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