Pullachs Serie reißt nach Regionalliga-Verzicht

+
Frank Schmöller und der SV Pullach führen die Tabelle trotz der Niederlage gegen den TSV Rain weiter an.

SV Pullach - Nach 15 Siegen und drei Unentschieden musste sich der SV Pullach wieder einmal geschlagen geben: Mit 4:0 (1:0) gewann Verfolger TSV Rain das Spitzenspiel der Bayernliga Süd. Kleiner Trost für die Raben: Sie führen die Tabelle trotzdem weiter an.

Frank Schmöller nahm die Pleite relativ gelassen: „Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. Es war eigentlich ein Spiel auf Augenhöhe, das lange auf der Kippe stand“, sagte Pullachs Trainer, um allerdings einzuräumen: „Wir waren in den entscheidenden Situationen zu inkonsequent, haben oft die falschen Entscheidungen getroffen, direkt gespielt, wenn man den Ball besser angenommen hätte, und angenommen, wenn direkt spielen richtig gewesen wäre.“

Gerade zu Beginn waren die Pullacher, bei denen Maxi Schuster wegen erneuter Schulterbeschwerden fehlte, nicht ganz auf der Höhe. Eine Folge des freiwilligen Aufstiegsverzichts, den der Verein vor einigen Tagen bekanntgegeben hat? Schmöller mochte das nicht ganz ausschließen: „Ich kann nicht in die Köpfe der Spieler reinschauen, aber auffällig war, dass wir in den ersten 20 Minuten gedanklich nicht so dabei waren wie sonst.“ Die Gastgeber nutzten diese Schwäche früh durch Sebastian Kinzel (11.) „Da waren wir nicht konsequent im Zweikampf, dann spielt es Rain relativ schnell und Kinzel steht halblinks frei. Und wenn der da steht, klingelt es eben“, kommentierte Schmöller den Treffer.

Mit Verspätung fanden dann aber auch die Raben in die Partie. „Nach 25 Minuten hatte ich das Gefühl, dass wir das Spiel im Griff hatten“, so der Coach, der in dieser Phase einige Möglichkeiten zum Ausgleich sah, die beste, als sich der starke Andreas Roth gut durchsetzte und ideal auf den langen Pfosten flankte. Doch Peter Beierkuhnlein fehlte beim Abschluss die letzte Entschlossenheit, Torwart Michael Lutz konnte parieren, der nachsetzende Orhan Akkurt versuchte dann die komplizierte Lösung in Form eines Dribblings statt gleich abzuziehen (36.). „Rain hatte mehr Spielanteile, wir aber die klareren Chancen“, fasste Schmöller die erste Halbzeit zusammen, in der er allerdings auch einen personellen Rückschlag hinnehmen musste: Richard Heckel humpelte vom Platz. Den Kapitän, der vermutlich einen Innenbandrisses im Knie erlitten hat, ersetzte Ex-Profi Orkan Balkan.

Und der SVP war auch nach dem Wechsel im Pech, Roth traf mit einem abgefälschten Schuss nur die Latte (62.). In der 66. Minute dann die Vorentscheidung, die Schmöller wurmte, weil ein Freistoß für sein Team die Ausgangssituation war. Christoph Meißners Ausführung in die Mauer verzieh er noch, der zweite Ball von Alexander Benede war nach Ansicht des Trainer allerdings etwas zu nachlässig in die Mitte „gechippt“, Rain konnte einen „Mörder-Konter“ (Schmöller) fahren, den Sebastian Habermeyer zum 2:0 abschloss. Nach einem weiteren Lattentreffer von Roth (70.), erhöhten Kinzel (80.), der einen blitzschnellen Gegenstoß mit seinem 40. Saisontor krönte, und Patric Lemmer (82.) per Kopf nach einer Ecke auf 4:0, dazwischen sah SVP-Verteidiger Florian Königer Gelb-Rot (81.).

„Ich habe immer gesagt: Rain ist bärenstark, das hat man heute auch gesehen. Es hat die Mannschaft gewonnen, die es unbedingt wollte“, lobte Schmöller den Gegner, um gleichzeitig eine Lanze für sein Team zu brechen: „Wir waren heute nicht zwingend genug, aber kein Vorwurf an die Mannschaft, die vorher Großartiges geleistet hat.“

Werde Mannschaftsverwalter für dein Team!

Hol dir hier einen Zugang: http://statistik.fussball-vorort.de

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Meistgelesen

Pokalkracher-Derby in Fürstenfeldbruck: Ziel Halbfinale
Pokalkracher-Derby in Fürstenfeldbruck: Ziel Halbfinale
Beim FC Ismaning müssen jetzt auch die Invaliden ran
Beim FC Ismaning müssen jetzt auch die Invaliden ran
VfR kommt vor dem Derby auf dem Zahnfleisch daher
VfR kommt vor dem Derby auf dem Zahnfleisch daher
Faber lässt sich vor Derby nicht in die Karten schauen
Faber lässt sich vor Derby nicht in die Karten schauen

Kommentare