Pullachs Zwölf-Punkte-Ausrufezeichen

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Feiner Kampfgeist: Pullachs Richard Heckel wirft sich in einen Schuss der Vilzinger.

SV Pullach - Der SV Pullach hat seine perfekte Startserie ausgebaut: Auch ohne großen Glanz reichte es gegen die DJK Vilzing zu einem 3:2 (2:0)-Heimsieg.

Die Auftaktbilanz stand für Frank Schmöller nach dem Schlusspfiff im Vordergrund: „Zwölf Punkte. Ausrufezeichen“, stellte Pullachs Trainer zufrieden fest, und schob hinterher: „Ein geiler Start!“ Das Match selbst beurteilte der 46-Jährige wesentlich nüchterner: „Das war heute ein Arbeitssieg, bei dem wir uns durch Unkonzentriertheiten selbst in Schwierigkeiten gebracht haben.“

Vor 200 Zuschauern an der Gistlstraße passierte zunächst nicht viel. Den ersten ernsthaften Versuch verzeichneten die Gäste durch Markus Dietl, der am langen Eck vorbeizielte (20.). Danach wagten sich die Vilzinger etwas mehr aus ihrer dichten Deckung, das Spiel wurde offener, blieb bis zur Pause aber chancenarm. „Dass es ein Geduldsspiel werden würde, war mir klar. Ich finde, wir haben das in den ersten 30 Minuten konzentriert und geduldig gespielt, wenn auch etwas wenig Bewegung drin war“, zeigte sich Schmöller mit dem bis dahin nicht allzu dynamischen Auftritt einigermaßen zufrieden, fügte allerdings hinzu: „Wir hätten sicher noch etwas öfter das Tempo erhöhen können. Da hatte Vilzing Probleme.“

Und tatsächlich: Als Christoph Dinkelbach, Ginaluca Simari und Andreas Roth im Mittelfeld schnell zusammenspielten, markierte Dinkelbach, Ausgangs- und Endpunkt dieser Kombination, aus 16 Metern gleich das 1:0 (40.). Und nur eine Minute später folgte das noch schönere 2:0: Dinkelbach schickte Simari steil, dessen ideale Flanke Maxi Schuster im Netz versenkte (41.).

Nun schien alles gerichtet für einen entspannten Restnachmittag: Zwar köpfte Michael Hamberger zum Anschlusstreffer ein (55.), doch Orhan Akkurt stellte nur fünf Minuten später nach einer Simari-Ecke mit einem herrlichen Kopfball in den Winkel den alten Abstand wieder her (60.). Allerdings wurde Pullach mit dem erneuten Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken nicht sicherer, sondern nachlässiger. Die Konter wurden nicht konsequent zu Ende gespielt, Akkurt scheiterte zudem am glänzend reagierenden Torwart Michael Riederer (88.). Und als Niklas Mooshofer ein fataler Rückpass unterlief, Keeper Sandro Volz in höchster Not an der Strafraumgrenze am Rande des Erlaubten klären musste, traf Dietl zum 3:2 ins verlassene Gehäuse (90.). Vier Minuten Nachspielzeit galt es noch mit Bangen zu überstehen, ehe Schmöller aufatmen durfte.

„Natürlich müssen wir das souveräner zu Ende spielen, wenn wir eine Spitzenmannschaft sein wollen. Das müssen wir schnell lernen. Auch über solche Fehler wie den Rückpass vor dem 3:2 werden wir noch sprechen“, wollte der Coach die Mängel nicht schön reden. Trotzdem verabschiedet er sich gut gelaunt: „Die Freude über die zwölf Punkte überwiegt den Ärger über die letzten 20 Minuten bei weitem. Vier Siege in den ersten vier Spielen hätten uns die wenigsten zugetraut.“

Quelle: fussball-vorort.de

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