Starker Test gegen 1860-Reserve

Pullacher Raben ärgern Löwen

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Er kann’s einfach: Pullachs Torwart Michael Hofmann vereitelt gegen seinen Ex-Verein diese hervorragende Einschussmöglichkeit.

SV Pullach - Der SV Pullach hat gegen die Regionalliga-Mannschaft des TSV 1860 München eine bärenstarke Leistung gezeigt. Die Pullacher lagen sogar mit 3:1 in Führung, mussten sich aber doch noch 3:4 geschlagen geben.

In diesem Jahr wollen sie es wissen beim SV Pullach. Anders als im Vorjahr scheint der Bayernligist fest entschlossen, einen Antrag auf die Regionalliga-Zulassung zu stellen. Dabei ist der eigene Platz an der Gistlstra ße auch 2016 und ebenso für die Zukunft als Heimspielstätte ungeeignet. Eine neue Anlage, um den beengten Verhältnissen mitten im Ort zu entkommen, ist aber bislang nicht über die Planungsphase hinausgekommen. Und dennoch: „Falls die sportlichen Voraussetzungen geschaffen werden“, wie es Pullachs Sportlicher Leiter Theo Liedl formuliert, werde man versuchen, sich dem Abenteuer Regionalliga zu stellen. Gespielt werden soll dann auf dem Platz des TSV Neuried.

Wie schon vor einem Jahr überwintert Frank Schmöllers Mannschaft in der Spitzengruppe der Bayernliga Süd, nur vier Zähler hinter Tabellenführer Garching. Im Gegensatz zum Vorjahr allerdings kann der 49-jährige SVP-Coach seine Mannschaft nun mit der Aussicht auf die Viertklassigkeit motivieren. Von Druck könne dabei keine Rede sei, „den hast du im Abstiegskampf, aber nicht in unserer Situation“, betont der Ex-Profi. Am Samstag absolvierte die Schmöller-Elf nach zuvor vier Trainingseinheiten ihr erstes Testspiel gegen die Reserve des TSV 1860. Trotz der Tore von Alexander Weiß, Andreas Roth sowie Menelik Ngu’Ewodo und einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung mussten sich die Pullacher dem Regionalligisten letztlich mit 3:4 beugen. Da Daniel Bierofkas Junglöwen jedoch schon seit über drei Wochen im Training stehen, erbrachte Pullach trotzdem den Nachweis, für die höchste bayerische Spielklasse durchaus gerüstet zu sein. „Teilweise großen Sport“ attestierte ein zufriedener Trainer seiner Mannschaft anschließend, selbstverständlich aber gebe es „noch viel zu tun“.

Mit Angreifer Maximilian Schuster, der berufsbedingt pausiert, muss der Ex-Profi in den verbleibenden 13 Ligaspielen allerdings auf eine seiner wichtigsten Offensivkräfte verzichten. Wenngleich Schmöller betont, dass die Beiden „komplett unterschiedliche Spielertypen“ seien, hofft er dennoch, den Verlust mit Neuzugang Grgur Rados kompensieren zu können. Der 28-jährige Stürmer war zuletzt bei Bezirksligist FC Erding aktiv, wurde einst bei der SpVgg Unterhaching ausgebildet, stand später zwei Jahre beim Hamburger SV unter Vertrag (2008 bis 2010) und hinterließ gegen die kleinen Löwen bereits einen recht guten Eindruck.

Auf offizieller Seite wird derweil alles getan, um Schmöller und seiner Elf bei sportlichem Gelingen die Möglichkeit einzuräumen, am Ende auch aufsteigen zu können. So lobt Liedl die Unterstützung der eigenen Gemeinde und des Bayerischen Fußballverbandes (BFV), auch der eigene Klub sei „einen Schritt weiter als noch vor einem Jahr“. Um dem Verein den größten Erfolg der Vereinshistorie zu ermöglichen, seien „noch viele Hürden zu bewältigen“, betont Liedl, „wir wollen es aber auf jeden Fall versuchen“. Und Neuried dürfte sich im Erfolgsfall auf Regionalliga-Fußball freuen.

Quelle: fussball-vorort.de

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