„Raben“ wollen mit Mumm beim SB Rosenheim antreten

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"Ich habe nicht erwartet, dass wir uns quer durch die Liga schießen." Carsten Teschke, Trainer des SV Pullach, ordnet die Achterbahnfahrt seiner Elf nüchtern ein.

Pullach – Noch ist völlig unklar, wohin der Weg des SV Pullach in dieser Saison führen wird. Fünf, sechs Spiele seien nötig, um eine Tendenz abschätzen zu können, meinte Trainer Carsten Teschke zu Saisonbeginn.

SV Pullach: Shohat – Benzinger, Heckel, Königer, Malige, Schuff, Thurnhuber, Purschke, Rieger, Duswald, Rauch

Doch ob die fünfte Partie, die die „Raben“ heute ab 19.30 Uhr beim SB Rosenheim absolvieren, wirklich Aufschluss darüber geben kann, in welche Richtung es geht, ist mehr als fraglich. Es scheint sogar wahrscheinlich, dass die Achterbahnfahrt des SVP sich noch geraume Zeit fortsetzen wird.

Beim 1:2 zum Start in Markt Schwaben und jüngst beim 0:2 gegen den, dank vieler ehemaliger Bayernliga- Spieler aus Kempten und Memmingen zugegebenermaßen sehr starken TSV Kottern präsentierten sich die Pullacher ohne den nötigen Mumm. Beim 6:0 über Gundelfingen und dem 4:0 in Eichstätt (gegen einen allerdings ersatzgeschwächten Mitfavoriten) glänzte die Teschke-Truppe dagegen mit intensiver Laufarbeit und sehenswerten Kombinationen. Der Trainer selbst weiß das Auf und Ab nüchtern einzuordnen. „Ich war nach unseren zwei Siegen nicht euphorisch. Ich habe nicht erwartet, dass wir uns jetzt quer durch die Liga schießen“, betont Teschke, der durchaus eine Erklärung für den Rückschlag gegen Kottern hat: „Ich habe die Anspannung vorher gesehen: Meine Spieler wollten von Anfang an wieder richtig Gas geben. Aber wenn es nicht gleich funktioniert, dann sind wir zu unerfahren, um zu sagen: Dann komme ich eben anders ins Spiel rein. Da geht der Kopf schnell nach unten, und es fehlt einer, der sagt: Komm, weiter geht’s!“

Maximilian Thurnhuber wäre, trotz seiner erst 22 Jahre, nach Ansicht Teschkes so einer, der die anderen mitreißen könnte. „Aber er war gegen Kottern noch angeschlagen.“ Tatsächlich waren dem Neuzugang aus Wolfratshausen die Rückenprobleme noch anzumerken. Er war, wie seine Mitspieler, zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um andere antreiben zu können. Heute hofft Teschke wieder auf das andere Gesicht seiner Mannschaft, denn: „Wenn es läuft, dann kommen bei uns eben auch so tolle Ergebnisse wie gegen Gundelfingen und Eichstätt raus.“ Was in Rosenheim rauskommt, lässt sich tatsächlich nicht prognostizieren, denn auch der vom ehemaligen Grünwalder Coach Walter Werner trainierte SB zeigt sich bisher launisch: 1:0 gegen den in den vergangenen Jahren so starken FC Affing, 0:3 bei Burghausen II, ein verrücktes 5:5 gegen den TSV Landsberg und zuletzt ein sensationeller 2:0-Erfolg beim Top-Favoriten FC Augsburg II. Man darf wirklich gespannt sein, was heute Abend passiert.

Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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