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SV Raisting auf der Suche nach dem Überraschungsmoment in der Offensive

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Von: Andreas Mayr

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Am Einsatz mangelt es nicht, wohl aber an der Gefährlichkeit: Timmy Greif (l., im Zweikampf mit Garmisch-Partenkirchens Sandu Poplacean ) und der SV Raisting haben ein Problem in der Offensive – es gelangen erst sieben Saisontore.
Am Einsatz mangelt es nicht, wohl aber an der Gefährlichkeit: Timmy Greif (l., im Zweikampf mit Garmisch-Partenkirchens Sandu Poplacean ) und der SV Raisting haben ein Problem in der Offensive – es gelangen erst sieben Saisontore. © Roland Halmel

Weiter geht‘s für den SV Raisting in der Bezirksliga. Am Samstag wart der SC Unterpfaffenhofen. Die Raistinger wollen in der Partie eines ihrer Mankos bisher ablegen.

Raisting – Die schöne Rechnung mit dem Pokal ist „wie immer nicht so ganz aufgegangen“, scherzt Johannes Franz. Beim SV Raisting hatten sie den zusätzlichen Wettbewerb als nützliches Werkzeug gesehen, um ihrem großen Kader Einsatzzeit zu verschaffen. „Damit man alle bei Laune hält.“ Doch schon früh in der Saison, nach neun von 30 Partien, meldet der Bordcomputer erstmals Überlastung.

Thomas Bretthauer bekam der Kunstrasen bei Hellas nicht. David Gretschmann und Severin Kölbl fahren nach ihrer Verletzung gerade erst wieder hoch. Spielertrainer Franz selbst musste sich nach dem Garmisch-Spiel mit seinem Oberschenkel beschäftigen. Ruhe war angesagt beim Coach. Er habe alles probiert, um die Schmerzen beiseite zu packen inklusive Besuch beim Physiotherapeuten. Ob es für einen Bezirksliga-Einsatz reicht an diesem Samstag (15 Uhr) beim SC Unterpfaffenhofen? „Kann man nicht abschätzen“, sagte Franz am Donnerstagabend.

So blieb genug Zeit für Analyse. „Sehr, sehr viel“ kam zum Vorschein, so viel, „dass es den Rahmen sprengen würde, alles aufzuzählen“, sagt der Trainer. Im Video der Partie gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen sah er unter anderem nochmals die dicke Chance von Timmy Greif, „die dickste im ganzen Spiel“. Womit das größte Manko detektiert wäre: Auch nach einem Drittel der Saison schafft es Raisting nicht, genügend Chancen in einer Partie zu erspielen. Genau das unterscheidet den SVR von der Spitzengruppe. „Uns fehlt das variable Spiel mit Ball“, sagt der Coach.

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Auf den Bildern war gut zu erkennen, dass bei den Raistingern Attacken ein Teil des Teams nicht mit nach vorne schiebt. So wie sie in den vergangenen Wochen das Verteidigen wieder zu ihrer gemeinsamen Identität gemacht haben, müsse es auch im Angriff funktionieren: miteinander verteidigen, miteinander angreifen. Kein Team der Liga hat weniger Tore geschossen als der SVR; sieben in neun Partien.

Dafür erklomm die Abwehr – mit nur neun Gegentreffern –Platz zwei Bezirksliga-weit. Ein paar Kleinigkeiten gibt’s da auch noch zu bekritteln. Für Franz sind drei gute Gegner-Chancen noch zu viel, diese Anzahl will er weiter minimieren. „Vorige Saison waren wir so weit, dass wir teilweise maximal eine zugelassen haben.“ Der Aufbau dieses Schutzwalls ist wieder in vollem Gange. Als nächstes wird sich der SC Unterpfaffenhofen-Germering daran abarbeiten. Ein Team, das von Franz und der Liga eigentlich durchleuchtet ist. Jeder kennt Trainer Franco Simon und dessen Schlüsselspieler. Doch immer wieder überraschen die Mannen aus der Münchner Metropolregion, weil sie mühelos zwischen zwei Systemen (Dreier- und Viererkette) wechseln und zwischen drei verschiedenen Plätzen (Stadion, Nebenplatz, Kunstrasen) wählen können. Franz sagt: „Obwohl man sie gut kennt, ist es schwer, sich im Detail vorzubereiten.“

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