Rasendoktor Höß gibt Entwarnung

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Der Muskel zwickt, aber er ist dabei: Serge Yohoua, die Tormaschine des FC Pipinsried.

Schenkt man dem Rasenexperten Konrad Höß Glauben, so ist das auf Sonntag angesetzte Bayernliga-Spiel zwischen dem FC Pipinsried und der SpVgg Landshut trotz der gewaltigen Regenmengen unter der Woche nicht gefährdet. Der Anstoß in der FCP-Arena erfolgt wie geplant um 15 Uhr.

„Auch wenn es unter der Woche zwischen 60 und 70 Litern geregnet hat – und das ist wirklich viel – bin ich guter Dinge, dass das Spiel gegen Landshut stattfindet“, erklärt der FCP-Präse. „Der Platz ist trotz des Heimspiels am vergangenen Wochenende gegen den TSV Schwabmünchen wieder tip-top hergerichtet“, erzählt Höß voller Stolz.

Nach dem Gewinn der Herbstmeisterschaft haben die Spieler diesen Etappenerfolg mit der Entsorgung der einen oder anderen Flasche Sekt gefeiert, doch nun geht es mit vollem Elan in die zweite Halbserie der Bayernligasaison 2014/2015.

Mit der SpVgg Landshut kommt der Tabellenzwölfte in die Gemeinde Altomünster, der Gast ist somit natürlich krasser Außenseiter im Duell mit dem Liga-Primus. Zudem haben die Pipinsrieder das Hinspiel bei den Niederbayern souverän mit 4:1 gewonnen. Doch Konrad Höß warnt davor, die Landshuter zu unterschätzen: „Jedes Spiel in der Bayernliga muss erst einmal gewonnen werden, das hat man ja am vergangenen Sonntag gesehen. Auch gegen den Tabellenzehnten Schwabmünchen haben wir uns lange sehr schwer getan, und wenn unser Keeper Tobias Antoni in der Schlussphase den Elfmeter nicht hält, dann hätten wir dieses Spiel wohl nicht gewonnen.“

So beurteilt Höß den aktuellen Tabellenstand schon fast als positiven Zufall: „Vor der Saison hatten uns wohl die wenigsten ganz oben auf dem Zettel, da wurden andere Mannschaften wie Rain oder Pullach schon deutlich heißer gehandelt. Allerdings bin ich mir auch sicher, dass die Rainer wieder einen Lauf hinlegen werden.“

Die eigene Mannschaft schätzt Präsident Konrad Höß zwar als spielstarke Truppe ein, doch er sieht durchaus noch die eine oder andere Baustelle im Team: „Wenn ich mir das Spiel gegen den TSV Schwabmünchen anschaue, dann hatte da bei uns nicht jeder höchstes Bayernligaformat.“ Am vergangenen Wochenende mussten die Landshuter eine derbe 1:5-Klatsche beim Sportbund aus Rosenheim hinnehmen, es war nach dem 0:1 gegen Pullach bereits die zweite Niederlage in Folge für die SpVgg.

Pipinsrieds Co-Trainer Maximilian Zischler erwartet ein gewohntes Szenario: „Landshut wird sich, wie so viele Gegner, hintern reinstellen und uns das Spiel machen lassen. Für Pipinsried ist es da ganz wichtig, das Spiel zu variieren und viele Tempowechsel reinzubringen.“ Ein kleines Problem sieht Zischler in der Matchvorbereitung: „Wir konnten die gesamte Woche nicht auf den Trainingsplatz, da dieser gesperrt war. Am Dienstag fiel die Einheit aus, am Donnerstag konnten wir nur laufen und am Samstag dürfen wir dann hoffentlich auf den Rasen...“

Höß, der seine Augen immer nach neuen Spielern offen hält, richtete sich vor zwei Wochen mit einer flammenden Ansprache an die Mannschaft: „Ich habe allen klar gemacht: Wenn sich im Winter jemand verändern will, dann muss er auf mich zukommen. Bisher hat dies noch niemand gemacht“, erklärt der FCP-Chef. Es gebe aber sicherlich den einen oder anderen Spieler, der sich mehr Einsatzzeiten wünsche und vielleicht zu Beginn der Winterpause seine Situation noch einmal überdenken werde.

Am morgigen Sonntag können die Pipinsrieder fast auf den gesamten Kader zurückgreifen. Lediglich die Langzeitverletzten Giovanni Goia und Christian Adrianowytsch sind nicht mit dabei. Dieser breite Kader könnte am Ende einer der großen FCP-Trümpfe sein.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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