Raus aus der Opfer-Rolle

Tobias Schweinsteiger hofft auf bessere Bedingungen wie am Dienstag gegen den SV Wehen. Foto: Robert Brouczek

Unterhaching - Nach der Pleite im Schnee gegen Wehen-Wiesbaden blieb den Kickern der SpVgg Unterhaching eine Video-Analyse erspart, Erkenntnisse gab es wegen der äußeren Umstände nicht. Am Samstag gegen den VfL Osnabrück soll unter Normalbedingungen die Rückkehr in die Erfolgsspur gelingen.

Trotz der gestrigen Schneefälle strahlte der Rasen im Stadion am Sportpark grün. Somit sind reguläre Bedingungen zu erwarten und sämtliche Ausreden schon im Vorfeld hinfällig. Die SpVgg kann gegen den Tabellen-Zweiten wieder ihre spielerische Klasse präsentieren. Ob es gegen den VfL reichen wird, um nach drei Pleiten in Folge zu punkten, ist die Frage.

„Wir haben nach den Niederlagen nicht das größte Selbstbewusstein“, gab Neuzugang Tobias Schweinsteiger gestern zu, „aber wir haben auch keinen großen Druck. Wir können gegen Osnabrück nur gewinnen und überraschen.“ In die Partie gegen den Zweiten gehen die Hachinger definitiv als Außenseiter - in dieser Rolle fühlten sie sich aber bisher meistens wohl. „Wenn wir defensiv konzentriert sind und vorne frei von der Leber weg spielen, werden wir ein paar Chancen bekommen, was mitzunehmen“, glaubt er. „Wir wollen es dem Gegner auf jeden Fall so schwer wie möglich machen.“

Den Druck der Negativ-Serie versucht auch Teamchef Manuel Baum von der Mannschaft zu nehmen: „Wir stehen immer noch super da, unser Weg ist nicht von der Tabelle abhängig. Wir können noch zehnmal verlieren. Wenn wir am Ende trotzdem den Klassenerhalt schaffen, dann passt das.“

Dennoch will sich die SpVgg nicht in die Operrolle begeben und erinnert sich unter anderem an das Hinspiel. Damals unterlagen die Hachinger zwar klar mit 0:3, hatten aber eine passable Leistung gezeigt und waren weit unter Wert geschlagen worden. „Wir haben damals Riesen-Lob bekommen“, erinnert sich Baum, „es wäre super, wenn ich morgen zu meinem Kollegen sagen könnte: Ihr habt richtig gut gespielt, aber die Punkte sind bei uns geblieben.“ Dass Osnabrück zurecht auf den Aufstiegsplätzen mitmischt, daran ließ Hachings Teamchef aber keinen Zweifel: „Die stehen absolut zurecht da oben und gehören zu den drei besten Mannschaften der Liga.“ Ein hartes Stück Arbeit wird es für die SpVgg in jedem Fall. Nach drei Änderungen im Spiel gegen Wehen wird erneut rotiert, das vorherige Stammpersonal kehrt wohl in die Startelf zurück. Maximilian Welzmüller in jedem Fall, der Mittelfeldspieler hat seinen Magen-Darm-Infekt überstanden.

SpVgg: Müller - Schwabl, Hofstetter, Drum, Odak - Thee, Welzmüller, Yilmaz, Rohracker - Schweinsteiger, Kauffmann.

Quelle: fussball-vorort.de

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