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Trotz direkt verwandelter Ecke: SV Heimstetten unterliegt Illertissen

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Von: Nico Bauer

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Ecke direkt verwandelt: Lukas Riglewski verkürzt kurz vor der Pause zum 1:2.
Ecke direkt verwandelt: Lukas Riglewski verkürzt kurz vor der Pause zum 1:2. © Christian Riedel

Was für ein gebrauchter Abend. Der SV Heimstetten war am Freitagabend keinen Deut schlechter als der FV Illertissen und doch gab es im Allgäu nichts zu holen.

Heimstetten – Eine Handvoll Standards reichte zum 4:1 (2:1)-Sieg der Platzherren. Es war wie so oft in der Regionalliga, dass Kleinigkeiten zu großen Ergebnisturbulenzen führen können. Die erste Halbzeit war ein ganz komisches Fußballspiel, denn nach Torschüssen stand es 2:1 und nach Toren auch. Dreimal klingelte es nach ruhenden Bällen mit einem bunten Potpourri, was man so aus Standards machen kann.

Bereits in der vierten Minute gingen die Platzherren in Führung mit einer Ecke und damit lag die Pflicht der Spielgestaltung bei Heimstetten. Die Verteidiger der Roten hatten so viele Ballkontakte wie Bayernspieler unter Guardiola in dessen besten Zeiten. Der Ball kreiselte minutenlang in der hinteren Reihe der Heimstettner, die nach vorne nirgends Anspielstationen fanden. Es passierte wenig bis gar nichts.

SV Heimstetten: Lukas Riglewski mit Traumtor vor der Pause

Illertissen dagegen reichte der Verwaltungsmodus, bis man in der 34. Minute aus dem Nichts zu einem Elfer kam. Daniel Steimel ließ das Bein stehen und der Stürmer nahm darüber fallend die Einladung an. Zwei Schüsse, zwei Standards und jetzt hatte Heimstetten ein Problem in einem eigentlich typischen 0:0-Gekicke.

Mit dem Tor des Tages kamen die Gäste zurück und das war dann so etwas wie die Krönung des irren Verlaufs, denn Lukas Riglewski verwandelte seine Ecke direkt. Der Ball nahm die Bananenkurve und schlug genau oben im langen Eck ein. Bei so einem Kunstschuss muss man den Torwart auch von jeder Schuld freisprechen.

Drittes Standardtor von Illertissen entscheidet Partie

Nach dem Seitenwechsel setzten die Gäste erste Zeichen mit zwei Abschlüssen. Ensar Skrijelj war nach einem Fehlpass des Keepers zu überrascht, sodass sein Abschluss eher das Zurückspiel zum Schlussmann war. Danach strich der Schuss von Lukas Riglewski knapp über das Tor. Danach verlief sich wieder alles im Sande und passend zum Spiel war das 3:1 dann noch einmal eine Standardsituation. Nach einer Ecke kam der Ball eher zufällig in den hinteren Bereich, wo Fabian Rupp die Kugel nicht voll traf und der Ball deshalb unkalkulierbar einschlug.

Die Heimstettner hatten aber noch eine Szene, bei der sie in die Partie hätten zurückkommen können. Bei einem Fernschuss des eingewechselten Carl Weser musste der Torwart alles auspacken, um den Anschlusstreffer zu verhindern. Danach kamen dann die logischen Konter und in der 84. Minute war das erste Tor aus dem Feld unvermeidbar, als zwei Illertissener alleine auf Torwart Riedmüller zuliefen. (Nico Bauer)

FV Illertissen – SV Heimstetten 4:1 (2:1).

SVH: Riedmüller – Krüger, Mwarome, Günzel, Steimel (74. Awata) – Micheli, Müller (61. Weser), Reuter, Hannemann – Riglewski, Skrijelj.

Tore: 1:0 Sakai (4.), 2:0 Telalovic (34., Foulelfmeter), 2:1 Riglewski (43.), 3:1 Rupp (67.), 4:1 Teranuma (84.).

Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (Scheßlitz) – Zuschauer: 220.

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