Ex-Bayern-Torwart kämpft in der Regionalliga Bayern um Klassenerhalt

Reichlmayr: „Sollte den Dreck auch auslöffeln, den ich mit verursacht habe.“

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Hofft auf den Klassenerhalt mit dem FC Pipinsried: Thomas Reichlmayr.

Thomas Reichlmayr befindet sich mit dem FC Pipinsried im Abstiegskampf der Regionalliga Bayern. Im Interview spricht der Torwart über die bedrohliche Lage in der Liga und seine Zukunft beim FC Pipinsried.

Thomas Reichlmayr hat in seiner Torwartkarriere schon etliche Erfahrungen sammeln dürfen. Unter anderem durfte er bei den Bayern unter Jupp Heynckes mittrainieren. Über Stationen beim TSV 1860 und dem FC Ingolstadt hütet er seit 2016 das Tor des FC Pipinsried.

 

Thomas, letztes Jahr hat man den Klassenerhalt mit 44 Punkten direkt feiern können. Schafft dein Team es, auch dieses Jahr in der Liga zu bleiben?

Eines vorweg. Die Klasse direkt zu halten wird verdammt kompliziert. Von mir aus qualifizieren wir uns auch über die Relegation. Ich habe es im Gefühl, dass in Pipinsried nächstes Jahr Regionalliga gespielt wird. Hier denkt keiner an einen Abstieg. Die Spiele gegen Garching und Ingolstadt II sind Endspiele für uns.

Am Samstag steht das erste Endspiel gegen den VfR Garching bereits an. Bleiben die drei Punkte in Pipinsried?

Es bleiben definitiv alle Punkte hier bei uns. Dafür müssen wir selbstsicher auftreten. Ich bin mir sicher, dass uns Garching einen harten Kampf bieten wird. Daniel Weber ist ein sehr guter Trainer, der seinen Plan haben wird, um uns in Probleme zu verwickeln. Ich hoffe wir bleiben hartnäckig und gewinnen das Ding.

Du sprichst das Spiel gegen den FC Ingolstadt II an. Dort hast du von 2011 bis 2014 gespielt. Gehst du mit besonderer Motivation in das Heimspiel gegen deinen Ex-Club?

Nein, da ich dort keinen aktiven Spieler mehr kenne. Lediglich mit dem Trainer des FCI stehe ich in Kontakt. Tobi Strobl ist ein Freund von mir. Auf das Wiedersehen mit ihm freue ich mich. Das wäre vielleicht der zusätzliche Ansporn, gegen ihn unbedingt gewinnen zu wollen.

Mit Kasim Rabihic habt ihr den zweitbesten Torschützen der Liga in eurem Team. Macht er den Unterschied in den beiden Schlüsselpartien aus?

Kasim ist unsere absolute Lebensversicherung. Ohne seine 12 Tore wären hier in Pipinsried die Lichter schon längst ausgegangen. Auf ihn kann es natürlich ankommen in den beiden Partien. Er weiß, dass jeder im Verein für seine Leistungen auf dem Platz dankbar ist.

Angenommen der FC Pipinsried spielt kommendes Jahr eine Klasse tiefer. Kannst du dir in diesem Fall einen Verbleib vorstellen?

Natürlich kann ich mir das vorstellen. Hier beim FC Pipinsried ist es für mich schon eine Art Herzenssache. Ich spiele wahnsinnig gerne in diesem Umfeld. Ich habe mit dem FCP meine zweite Familie gefunden. In einem Abstiegsfall sollte ich den Dreck auch auslöffeln, den ich mit verursacht habe. So kann man den Laden nicht verlassen. Es werden die nächsten Wochen Gespräche geführt, bei denen entschieden wird, wie es mit mir weitergeht.

Quelle: Merkur.de

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