Der Tabellenführer geht das Saisonfinale entspannt an

Relaxed in die Regionalliga - der VfR Garching

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Ärgert die Alten: Youngster Alexander Rojek (r.).

VfR Garching – In einem Punkt ist der SV Kirchanschöring dem VfR Garching voraus. Mit einem Erfolg am Samstag (15 Uhr) gegen den Tabellenführer kann der Achte der Bayernliga den Klassenerhalt perfekt machen.

Die Garchinger können bei sechs Punkten Vorsprung auf Heimstetten allenfalls einen Meilenstein für die Regionalliga-Rückkehr setzen.

„Es ist nicht wichtig, was wann wo und wie passiert“, sagt Trainer Daniel Weber. Nachdem zehn der noch 15 zu vergebenden Punkte unabhängig von anderen Resultaten für die Rückkehr in die Viertklassigkeit reichen, kann der Garchinger Coach auch relaxt an den Liga-Schlussspurt heran gehen.

Mit fünf Siegen im Gepäck geht es nun zu den Kirchanschöringern, die zuletzt zwei Dreier einkassierten. „Das wird ein cooles Spiel“, sagt Weber, der viele Zuschauer erwartet zusammen mit der Festtagsstimmung, dass der ziemlich fußballverrückte Aufsteiger die Mission Klassenerhalt quasi abschließen kann.

Weber gibt sich da sogar etwas passiver: „Wenn wir dort einen Punkt holen, dann geht die Welt auch nicht unter.“ Mit seiner Mannschaft ist der Garchinger Trainer nach der zweiten Halbzeit gegen Hankofen wieder weitestgehend versöhnt. In der Halbzeit war er nach fünf Minuten wieder zurück auf dem Feld, „weil man der Mannschaft auch einmal einen Sprechauftrag untereinander geben muss“. Das brachte dann die erhoffte Leistungssteigerung, wobei sich der Tabellenführer ein bisschen ähnlich dem FC Bayern eher im Funktionsrhythmus als in der Galaform befindet.

Einer der Gewinner der letzten Wochen war definitiv Alexander Rojek, der auf dem linken Flügel nun sogar tolle Fußballer wie Gerrit Arzberger oder Dennis Vatany auf die Bank drängte. Trainer Weber hat Spaß mit „einem jungen Spieler, der selber trifft, Tore vorbereitet und die Alten ärgert“. Der aus der A-Jugend des FC Deisenhofen gekommene Kicker habe ein halbes Jahr gebraucht, „um das Kindliche in seinem Spiel abzulegen“. Weber kennt Rojek, seitdem er zehn Jahre alt ist. Damals unterrichtete er ihn als Lehrer und nun verhalf er dem 19-Jährigen zu dem Sprung in den gehobenen Amateurfußball der Erwachsenen.

Weber nimmt bei seinen Transfers immer wieder einmal gerne das Risiko in Kauf, einen Nobody direkt aus der Jugend heraus zu holen. „Es war aber auch von dem Spieler ein mutiger Schritt, zu uns zu wechseln“, sagt Weber. Rojek hätte in Deisenhofen bei den Männern auch erst den Zwischenschritt machen können, in eine Landesliga-Spitzenmannschaft hinein zu wachsen.   

Voraussichtliche Aufstellung: Maus – M. Niebauer, Gürtner, Mayer, Suck – Ball, de Prato – Staudigl, D. Niebauer, Rojek – Loibl.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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