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Relegation: Taufkirchener B-Klassen-Verteidiger gegen Bayernliga-Stürmer?

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Von: Dieter Priglmeir

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Sein Abschiedsspiel hatte KSC-Trainer Andi Hackl (im türkisen Torwartdress) bereits am Samstag, als die KSC-Reserve gegen die All-Stars 3:5 verlor. Am Mittwochabend möchte er nochmal jubeln.
Sein Abschiedsspiel hatte KSC-Trainer Andi Hackl (im türkisen Torwartdress) bereits am Samstag, als die KSC-Reserve gegen die All-Stars 3:5 verlor. Am Mittwochabend möchte er nochmal jubeln. © privat

Zwei B-Klassisten läuten heuer die Zeit der Relegationsspiele ein. Der SC Kirchasch 2 und der TSV Aspis Taufkirchen 2 können mit einem Sieg in die A-Klasse aufsteigen.

Erding - Das dürfte allerdings schwer werden, denn die Gegner haben angekündigt, dass sie sich enorm verstärken werden. Gut möglich, dass heute ein B-Klassen-Verteidiger auf einen Bayernliga-Stürmer trifft.

SV Marzling II – SC Kirchasch II (Mi., 18.30 Uhr in Berglern) – Theoretisch könnte Andi Hackl die drei Besten aus der Ersten spielen lassen und alle weiteren aus dem Kirchascher Kreisliga-Kader, die in der Rückrunde nicht mehr als vier Spiele bestritten haben. „Aber ich werde nicht alle Möglichkeiten ausschöpfen“, kündigt der scheidende KSC-Coach an. Am Sonntag hatte er bereits sein Abschiedsspiel erhalten, jetzt würde ihn ein erfolgreiches Finale freuen. Aber eben nicht zu jedem Preis. Hackl vertraut dem Team, das sich während der Saison Platz drei in der B-Klasse 5 erkämpft hat. Johannes Fröschl, Wasti Maier, Jonas Schöler kehren in den Kader zurück. Und auch Benjamin Glas, Igor Thomas und Vizekapitän Florian Voichtleitner sind wieder mit dabei. Hackl selbst wird als Ersatzkeeper nur auf der Bank sitzen. „Das wird ein offenes Spiel“, vermutet er. Ob er das Elfmeterschießen beim Abschlusstraining gestern Abend noch trainieren ließ, konnte er am Vormittag noch nicht sagen. Gegner Marzling wird mit einem bärenstarken Team auftauchen. „Wir wollen auf keinen Fall absteigen“, sagte Trainer Matthias Kugler gegenüber dem Freisinger Tagblatt.„Wir können uns durchaus verstärken. Alle Männer, die spielberechtigt sind, fahren mit.“

VfB Hallbergmoos 3 – TSV Aspis Taufkirchen 2 (Mi., 18.30 Uhr, Erding) – Eine Dritte ist das nicht mehr, die der VfB heute ins Rennen schicken wird. Trainer Robert Kühnel verriet, dass ein Mitglied des Bayernliga-Kaders dabei sein könnte und mit Jonas Karl und Nils Matzkowitz zwei Akteure Verstärkungen aus der Zweiten. „Damit sollte unsere Offensive deutlich besser werden als in der Saison.“ Auch einige Oldies will Kühnel auflaufen lassen.

Aber ganz so unvorbereitet ist ja auch die Aspis-Reserve nicht – dachte man zumindest, als Julian Schaumaier am Samstag nicht in der Kreisklasse auflief. Der beste Stürmer der Liga geschont für ein A-Klassen-Aufstiegsspiel? „Wir dürfen ihn aufgrund der Statuten gar nicht spielen lassen“, sagt Aspis-Spielertrainer Anastasios Parapanis. Und weil auch die etatmäßigen beiden Stürmer Maxi Bachmaier (17 Tore in 10 Spielen) und Luigi Grande wegen Urlaubs beziehungsweise aus dienstlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen, „schaut es in der Offensive ziemlich mau aus“, meint der Coach, fügt aber sogleich hinzu: „Wir freuen uns auf ein geiles Erlebnis. Das haben sich die Jungs verdient.“ Elfmeterschießen habe er nicht trainiert. Parapanis setzt auf Spieler wie Bernhard Neumaier, „a g’standener Verteidiger“, wie es Parapanis im besten Bairisch sagt, auf den Elan der jungen Spieler – und auf die Erfahrung zweier 38-Jähriger: Karl Valentin und Parapanis selbst. Die beiden kennen die Relegation aus den früheren Jahren. Insbesondere an 2012 denkt der Aspis-Coach gern zurück: „Da haben wir den FC Moosinning 2 mit 3:0 Toren geschlagen. Es war der erste Kreisklasse-Aufstieg in unserer Vereinsgeschichte.“  (pir)

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