Schon immer ein Vorbild

Resi Weinzierl kümmert sich seit 29 Jahren um die DJK Darching

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Immer fleißig: Ihr ganzes Leben lang hat Resi Weinzierl gearbeitet. Zuerst im Gasthaus Reiterberger mit ihrem Mann Johann. Seit 29 Jahren wäscht sie nun schon die Trikots der DJK Darching und hilft bis heute beim Pfingstfest mit.

Eine Seele von Mensch – das trifft nur auf ganz wenige zu. Resi Weinzierl von der DJK Darching ist so ein Mensch.

Unterdarching – Wenn die anderen feiern, ist Resi Weinzierl lieber daheim. Sie stand schließlich als Wirtin im Gasthaus Reiterberger in Unterdarching lange genug im Mittelpunkt. Exakt 32 Jahre. Und zuvor führten schon zwei Jahrzehnte die Eltern der Resi, die die Traditionsgaststätte nach ihrem Familiennamen benannt hatten, das Lokal, das jetzt „Zum Kirchenwirt“ heißt. „Mein Johann hatte gleich zwei Jobs. Immer konnte er mich nicht unterstützen“, blickt die heute 86-Jährige auf ihren Mann zurück. „Er war schließlich Kfz-Meister beim Steingraber in Holzkirchen. Und zu Hause hat er auch noch sehr oft rumgeschraubt.“ Dass sie mit der Wirtschaft und den beiden Kindern oft auf sich allein gestellt war, will Resi Weinzierl nicht gelten lassen. „Wenn mein Mann Zeit hatte, half er mir. Nicht manchmal, sondern immer.“

Schwiegersohn Jimmy Adelsberger spannte Resi Weinzierl 1990 ein

Im Jahr 1990, als die Weinzierls schließlich ihre Gaststätte zusperrten, hatte der weit über den Landkreis hinaus bekannte Fußballer Johann „Jimmy“ Adelsberger eine zündende Idee. Bevor es seiner Schwiegermutter daheim noch langweilig wird, könne sie doch die Fußballer unterstützen und Woche für Woche die Trikots waschen. Auch für das Pfingstfest der DJK Darching spannte sie der Jimmy ein. Nach den abendlichen Festivitäten sollte seine Mutter für Sauberkeit im Zelt sorgen. Die Resi sagte ja. Die Jobs blieben ihr bis heute – und das seit 29 Jahren. „Ich mache mit, solange sie mich brauchen“, sagt Resi Weinzierl. „Und ich mache es ja auch gerne.“ Als zwischenzeitlich das Kegelstüberl der DJK ohne Bewirtung war, sprang die rüstige Rentnerin selbstverständlich ein. Sie hilft ja gerne.

DJK Darchings Vorsitzender: „Die Resi hilft immer“

„Als die Resi und ihr Mann mit dem Reiterberger aufgehört haben, war ich 17“, erinnert sich DJK-Vorsitzender Christoph Trömer. „Aber gekannt habe ich sie schon von klein auf.“ Currywurst, Pommes und Spezi sind ihm hier im Gedächtnis geblieben, die die fleißigen Papiersammler, zu denen Trömer schon als Bub gehörte, nach ihrer Arbeit bei den Weinzierls im Reiterberger bekamen. Unentgeltlich, versteht sich. Für Trömer ist die nun 86-Jährige schon seit jeher ein Vorbild. „Die Resi ist stets gut drauf, hilft immer mit und hat eine absolut positive Ausstrahlung.“

Die viele Arbeit hielt Resi Weinzierl jung

Dass die Oma gut drauf ist, wissen auch ihre drei Enkel, die natürlich, wie auch schon Papa Hannes, Fußball bei der DJK Darching spielen. Und wenn dem Kleinsten, dem Ferdi, bei den Bambini mal etwas misslingt, ist die Oma als erste Trösterin zur Stelle.

„Die Resi war immer fleißig. Auch viel Arbeit ist ihr leicht von der Hand gegangen“, sagt Trömer. „Das hat sie jung gehalten.“ Die Oma aber hat noch ein weiteres Rezept gegen das Altwerden. „Ich nehme alles mit Humor“, sagt Resi Weinzierl. „Es huift ja nix, wenns‘d zwieder bist.“ Und anders kennt man sie im Dorf auch nicht.

ko

Quelle: Merkur.de

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