Ribéry knackt den SV Heimstetten

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Der kleine Bruder des großen Franzosen: Steven Toy (l.) und Danijel Majdancevic versuchen Steeven Ribéry zu stoppen.

SV Heimstetten - Nun hat’s den SV Heimstetten auch zu Hause erwischt: Nach zwei Siegen verliert der Regionalligist trotz einer ansprechenden Leistung mit 1:2 gegen den FC Bayern München II.

Es läuft die zweite Minute der Nachspielzeit, der SV Heimstetten liegt mit 1:2 gegen den FC Bayern München II zurück, und wieder segelt ein Verzweiflungsschlag in Richtung Gäste-Tor. Bislang haben die Bayern alle Bälle heruntergepflückt, doch diesmal prallt die Kugel von Bein zu Bein und landet bei Daniel Steimel, der aus 20 Metern draufhält. Steimel, der in der Jugend für den FCB gespielt hat – solche Geschichten schreibt der Fußball. Aber nicht diesmal: Steimels Schuss fliegt drei Meter am Kreuzeck vorbei; kurz darauf pfeift der Schiedsrichter ab. Nach zwei Heimsiegen verliert der SVH. „Dabei bin ich überzeugt, dass Bayern schlagbar gewesen wäre“, sagt Trainer Vitomir Moskovic. „Wir haben gut gespielt und brauchen nicht enttäuscht zu sein.“

Tatsächlich setzt Heimstetten den Favoriten früh unter Druck und verhindert so, dass die Münchner ihr gefürchtetes Kurzpassspiel aufziehen – einerseits. Andererseits scheitert der SVH im Angriff zuverlässig am letzten Pass, letzten Antritt oder letzten Zweikampf. So sehen die fast 1000 Zuschauer eine rasante aber chancenarme Partie, in der die Torhüter auch in der Kabine hätten bleiben können – abgesehen von wenigen Szenen, in denen sie eingreifen müssen.

Die erste Halbchance verzeichnen die Gastgeber. Nach einer Ecke kommt Sebastian Paul frei zum Kopfball, setzt die Kugel jedoch deutlich drüber (21.). Auf der anderen Seite bringen die Münchner nur harmlose Distanzschüsse zustande – bis zur 26. Minute, als sie nach einer Ecke einen blitzsauberen Konter fahren. Zwar kann Torhüter Marijan Krasnic den ersten Schuss noch parieren, doch im zweiten Versuch drückt Gerrit Wegkampf die Kugel zum 0:1 über die Linie. Wütende Heimfans reklamieren, doch SVH-Verteidiger Valentin De La Motte gibt später zu: „Das war eher kein Abseits.“<

Anders verhält es sich beim zweiten Treffer in der 61. Minute. Da blockt Paul eine Hereingabe von Wegkamp, worauf der Ball an dessen Hand springt. Doch der Schiedsrichter lässt weiterspielen, die Kugel gelangt zu Steeven Ribéry, und der jüngere Bruder von Bayern-Star Franck muss nur noch den Fuß hinhalten. „Wenn er den Ball nicht mit der Hand spielt, entsteht diese Chance nicht“, glaubt De La Motte. Und sein Trainer wird noch deutlicher: „Vergangene Woche in Bamberg ist uns ein reguläres Tor aberkannt worden, und diesmal kassieren wir ein irreguläres Tor“, ärgert sich Moskovic. „Das muss der Schiedsrichter sehen.“

Trotz des 0:2 gibt seine Elf nicht auf: In der 77. Minute zirkelt Dominik Schmitt einen Freistoß auf den Kopf von Clemens Kubina, der sein fünftes Saisontor markiert – als Außenverteidiger. Nun werfen die Platzherren alles nach vorne, doch abgesehen von Steimels Schuss gelingt ihnen nichts Zwingendes mehr.

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Quelle: fussball-vorort.de

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