1. tz
  2. Sport
  3. Amateure

Rock‘n‘Roll-WM: Unvergessliche Eindrücke aus Prag für Haushamer Tobias Öttl

Erstellt:

Von: Sebastian Schuch

Kommentare

Wertvolle Erfahrung: Der Haushamer Tobias Öttl belegte mit seiner Tanzpartnerin Franziska Peßler bei der Rock’n’Roll-Weltmeisterschaft in Prag am Ende Platz 28.
Wertvolle Erfahrung: Der Haushamer Tobias Öttl belegte mit seiner Tanzpartnerin Franziska Peßler bei der Rock’n’Roll-Weltmeisterschaft in Prag am Ende Platz 28. © Privat

Der Haushamer Rock‘n‘Roll-Tänzer Tobias Öttl war erstmals mit seiner Partnerin Franziska Peßler bei der Weltmeisterschaft.

Hausham – Ausgangspunkt für die Teilnahme des Haushamers Tobias Öttl mit seiner Tanzpartnerin Franziska Peßler (Zorneding) an der Rock’n’Roll-Weltmeisterschaft in Prag war die Haushamer Schulturnhalle. Dort absolvierte das Duo im September seine Generalprobe für die Deutschen Meisterschaften in Worms. Coronabedingt hatten nach einer Zwangspause von Ende 2020 bis Juni dieses Jahres nur eine kurze Vorbereitungszeit –doch mit dem Rückenwind der Generalprobe in Hausham schafften es Öttl und Peßler prompt ins Nationalteam und so auch zur WM.

Zuvor hatten sie es in Worms mit den Präsentationen ihrer neu einstudierten Fußtechnikkür und ihres Akrobatikprogramms auf Platz vier in Deutschland und ins Nationalteam geschafft. Die Saison ging unerwartet in die Verlängerung. Zwei intensive Kaderschulungen später wurde das oberbayerische Duo mit den besten Paaren Deutschlands zu zwei internationalen Einsätzen geschickt.

Zunächst durften Öttl/Peßler ihr Können beim World Cup in Genf unter Beweis stellen. Trotz einer starken Leistung auf dem Parkett verpassten sie in der Vorrunde die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale. Die Konkurrenz vor allem aus Russland sei zu stark gewesen, berichtet das Duo. Also ging es in die Hoffnungsrunde.

Und hier schienen Öttl/Peßler zunächst Losglück zu haben: Sie mussten sich die Tanzfläche nicht mit einem weiteren Tanzpaar teilen und durften sich alleine den Wertungsrichtern stellen. Doch dieses Glück blieb ihnen nicht lange hold: Beim sogenannten Todessprung unterlief ihnen ein Taktfehler, der das Aus nach der Vorrunde besiegelte. Platz 26 in der Schweiz verhieß für das Duo des RRC Rosenheim einige Hausaufgaben für die Weltmeisterschaft zwei Wochen später.

Auch in Prag in Hoffnungsrunde

In Prag starteten Öttl/Preßler als eines von vier deutschen Paaren. In Runde 13 ging es aufs Parkett – und überraschenderweise erneut alleine vors Wertungsgericht, berichtet das Duo. Ähnlich wie in Genf gelang ihnen der erste Tanz, doch erneut mussten sie in die Hoffnungsrunde. Dieses Mal ging es direkt um den Halbfinaleinzug.

Beim zweiten Auftritt teilte sich das Paar die Tanzfläche mit einem kroatischen Team und zeigte, angespornt vom Flair der WM und den deutschen Unterstützern, vor allem in der ersten Hälfte ihrer Kür ein hohes Niveau. Dieses konnten sie jedoch nicht bis zum Schluss halten, und so war es erneut der schwierige Todessprung, der ihrem Weiterkommen einen Riegel vorschob. Öttl/Peßler gerieten ins Stocken, gepaart mit einem anschließenden Taktfehler bedeutete das das Aus. So wurden sie bei ihrer ersten WM auf Platz 28 gewertet.

Für den Haushamer Öttl und Peßler ist das aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. „Eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft und die Möglichkeit zu bekommen, Deutschland vertreten zu dürfen, ist eine besondere Ehre. Diese Erfahrung treibt uns die nächsten Monate besonders an, und wir freuen uns jetzt schon auf die Saison im kommenden Jahr“, freute sich das Paar unisono.

Auch für das restliche deutsche Team verlief die WM nicht nach Wunsch. Michelle Uhl und Tobias Bludau aus Speyer, die zu den Mitfavoriten auf den Titel gehörten, wurden als bestes Paar Vierte. Der WM-Titel ging an das russische Paar Anastasia Gusarova/Konstantin Samoylov.

Auch interessant

Kommentare