Bereits 31 Gegentore für die Gäste

Rosenheim empfängt anfälliges Bayreuth

Können seine Spieler die Vorgaben siegbringend umsetzen? Darauf hofft Trainer Tobias Strobl nach der Niederlage bei den kleinen Bayern. F: Krieger

TSV 1860 Rosenheim - 

Nach der zweiten Liga-Heimpleite in Folge muss der TSV 1860 Rosenheim gegen die SpVgg Bayreuth unbedingt wieder punkten, möglichst natürlich dreifach. Die bittere aber durchaus verdiente Niederlage im Nachholspiel am Dienstag gegen den FC Bayern München II haben Kapitän Georg Lenz & Co. schon nach kurzer Zeit wieder weggesteckt, der Blick ist nach vorne gerichtet. Im richtungsweisenden Spiel gegen die Oberfranken, die sage und schreibe sechs Mal in Folge verloren haben, ist nun ein Sieg das große Ziel der Gastgeber.

Trotz der katastrophalen Serie der Gäste, u.a. gingen die beiden letzten Partien in Burghausen und Zuhause gegen Buchbach jeweils mit 1:3 Toren daneben, haben Kapitän Kristian Böhnlein und seine Mannen nach fantastischem Saisonstart den Mut noch nicht verloren. Oftmals werden haarsträubende Abwehrfehler gleich mit Gegentoren bestraft, obwohl die Leistungen unterm Strich gar nicht so schlecht wären. Man hat in gewisser Hinsicht schon die berühmte Seuche am Fuß, 31 Gegentore sprechen hierfür Bände. Im Gegenzug lässt sich die Offensive mit 26 Treffern, von denen allein die Goalgetter Ivan Knezevic (8 Tore) und Patrick Hobsch (5 Buden) die Hälfte erzielen konnten, aber durchaus sehen. „Mit der SpVgg Bayreuth kommt eine Mannschaft mit einem extrem guten Regionalliga-Kader nach Rosenheim. Wir lassen uns von ihren aktuellem Negativ-Lauf nicht blenden und bereiten uns auf eine Top-Mannschaft vor, die uns sicherlich alles abverlangen wird“, so der TSV-Coach Tobi Strobl.

In der Fremde konnte das Team von Trainer Marc Reinhardt bis dato lediglich sieben Zähler holen. In Rosenheim wollen die Bayreuther nun möglichst weitere Punkte einfahren und das Konto von derzeit 19 Zählern endlich nach langer Zeit wieder füllen. Die Abwehr um den jungen Torhüter Alexander Skowronek, der den schwerverletzten Stammkeeper Jonas Hempfling (Kreuzbandriss) seit zwei Spielen vertritt, ist fest gewillt den Laden dieses Mal hinten dicht zu halten. Ob dies jedoch gelingt bleibt abzuwarten, da am Samstag auch noch der erfahrene Kapitän Kristian Böhnlein gelbgesperrt fehlen wird.

Dagegen kann der Coach der Heimelf Tobias Strobl auf denselben Kader wie zuletzt gegen Bayern München setzen. Zu den beiden bekannten Langzeitverletzten Matze Heiß und Michi Wallner gesellen sich derzeit noch Sebastian Weber (Bauchmuskelprobleme) und Markus Hartl (Bänderdehnung am Knöchel) hinzu. Das große Manko der Tiplix-Elf aus den letzten drei Heimpartien – inkl. Toto-Cup gegen Würzburg – ist jedoch aktuell das Toreschiessen auf heimischen Rasen. In diesen Begegnungen konnten die 60er Angreifer Majdancevic, Einsiedler und Co. keinen einzigen eigenen Treffer erzielen. Ja sogar das Kreieren von Chancen bereitet den Rothemden derzeit große Probleme. Und ohne Tore positive Ergebnisse einzufahren ist bekanntermaßen nicht ganz so einfach.

Davon wollen die Strobl-Schützlinge aber nichts mehr wissen, dass sie treffen können, konnten sie im Laufe der Saison schon mehrfach unter Beweis stellen. Das Ziel sind ganz klar drei Punkte gegen den neuen und derzeitigen Tabellennachbarn aus Oberfranken. Zu den 20 Zählern auf Platz zwölf sollen und müssen auch unbedingt weitere hinzukommen, denn der erste Relegationsplatz ist nur noch fünf Punkte entfernt. Und auf zittern hat in den Reihen der Rosenheimer niemand Lust. „Wir wollen gegen Bayreuth mit aller Macht die drei Punkte holen. Dafür müssen wir allerdings im Abwehrverbund wieder stabiler stehen und im Angriff unsere Aktionen zielstrebiger und konsequenter abschließen. Die Fehler aus dem Bayern-Spiel haben wir analysiert und werden diese sicherlich auch wieder abstellen“, so Trainer Strobl mit Blick auf die Samstagsbegegnung.

Man muss sich das notwendige Quäntchen Glück in Reihen der Gastgeber halt wieder hart erarbeiten, oftmals gingen z.B. abgefälschte Bälle nur knapp neben des Gegners Gehäuse oder vielversprechende Angriffe wurden im letzten Moment gerade noch abgefangen. Jetzt heisst es dran bleiben und einfach weitermachen, der Knoten wird beim spielstarken Team aus dem Chiemgau schon wieder platzen. Es wäre natürlich nicht gerade von Nachteil, wenn dies schon im Spiel gegen die seit Wochen punkt- und glücklosen Bayreuther passieren sollte. Zudem würde die bisherige Heimbilanz von lediglich neun geholten Punkten im Jahnstadion dringend eine Aufbesserung benötigen.

Das Team um Kapitän Georg Lenz wird sicherlich alles in die Waagschale werfen. Dabei unterstützen die Mannschaft hoffentlich ähnlich viele Zuschauer wie zuletzt gegen Bayern München II, die für eine tolle Stimmung im Stadion sorgten.

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Ismaning-Coach Elfinger: "Kein finales Spiel"
Ismaning-Coach Elfinger: "Kein finales Spiel"
Endspurt vor der Winterpause: Schmöller dosiert Training
Endspurt vor der Winterpause: Schmöller dosiert Training
SVH-Coach Schmitt adelt Team: "Ein Top-Spiel. Hut ab!"
SVH-Coach Schmitt adelt Team: "Ein Top-Spiel. Hut ab!"
Faber: "Mehr ist derzeit einfach nicht drin"
Faber: "Mehr ist derzeit einfach nicht drin"

Kommentare