Chancenreiches 1:1-Remis gegen FC Moosinning

Rote Karte überschattet Neurieds ersten Pflichtspiel-Punkt des Jahres

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Großchance vergeben: Neurieds Torschütze Patrick Gegenbauer (r.) hatte mehrfach den Siegtreffer auf dem Fuß.

Im dritten Pflichtspiel des Jahres ist dem TSV Neuried der erste Punktgewinn geglückt. Für Trainer Christopher Utz fühlte sich das Unentschieden gegen den FC Moosinning aber nicht wie ein Erfolg an.

Nach Abpfiff überwog bei Christopher Utz die Enttäuschung: „Wir hätten das Spiel gewinnen müssen. Im Moment fühlt es sich an wie eine Niederlage“, sagte der Trainer des TSV Neuried im Anschluss an das 1:1 (0:1) seines Teams zu Hause gegen den FC Moosinning. Durch das Remis hat sich der Rückstand des Landesliga-Schlusslichts auf einen Relegationsplatz geringfügig verringert, von 13 auf zwölf Punkte. Utz’ Gegenüber, Helmut Lucksch, konnte mit dem Punkt besser leben. „Wir waren in der ersten Halbzeit besser, Neuried in der zweiten. Unter dem Strich war es ein gerechtes Unentschieden“, so das Fazit des FCM-Coaches, dessen Team weiter auf dem drittletzten Rang liegt.

Die Gäste begannen druckvoll und hatten nach 13 Minuten die erste gute Möglichkeit durch Dennis Stauf. „Wir haben uns physisch überrennen lassen“, stellte Utz fest. Bereits nach 18 Minuten brachte der TSV-Trainer Benedikt Danquah für Tobias Nitzl und beorderte mit Paul Greger einen Linksfuß auf die Außenbahn, um besser gegen das Pressing der Gäste gewappnet zu sein.

Neuried fand nur schwer in die Partie und geriet nach einem umstrittenen Gegentor in Rückstand: Timon Kuko war beim Versuch, per Kopf zu klären, hart attackiert worden. „Sie haben ihn klar abgeräumt“, sagte Utz, der wie die gesamte Neurieder Bank ein Foulspiel gesehen hatte. FCM-Angreifer Daniel Mömkes suchte nach dem Ballgewinn den geraden Weg zum Tor und traf von der Strafraumkante zum 1:0 für Moosinning (22.). Ivan Sadric nach einem Eckball (30.) und David Diranko mit einem Schuss an die Latte (43.) verpassten es, die Führung auszubauen. Zwar erarbeitete sich auch der TSV drei Abschlüsse durch Startelf-Rückkehrer Florian Kröss (31., 40., 42.), dennoch war Utz mit dem ersten Durchgang unzufrieden. „Der Gegner hatte einen klaren Plan und hat es sehr gut gemacht. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen.“

In Hälfte zwei wurden die Gastgeber stärker. Fabian Kaltenecker scheiterte noch an der Latte (54.), doch wenige Minuten später traf Patrick Gegenbauer per Elfmeter zum Ausgleich (62.). Zuvor war Außenverteidiger Florian Hessenberger im Strafraum gefoult worden. Neuried drängte nun auf den Sieg, doch Gegenbauer vergab zweimal in aussichtsreicher Position. Nach Zuspiel von Einloft schob der Mittelfeldspieler den Ball links am Tor vorbei (72.), nur eine Minute später umkurvte er Gäste-Keeper Franz Hornof, traf aber aus spitzem Winkel nur den Pfosten. „Wir waren fußballerisch klar überlegen. Aber es ist auch Kopfsache, diese Riesenchancen zu nutzen“, sagte Utz. „Wir haben uns in den letzten Minuten um zu viele andere Dinge gekümmert und zu viel gehadert.“ Einloft und der eingewechselte Thomas Maier vergaben weitere gute Gelegenheiten per Kopf (75., 90.). Beinahe hätte es noch die ganz kalte Dusche für den TSV gegeben, doch Kaltenecker verhinderte durch eine Notbremse, für die er Rot sah, einen möglichen Gegentreffer in der Nachspielzeit.

TSV Neuried – FC Moosinning 1:1 (0:1)

TSV Neuried: Kühnle (C); F.Hessenberger, Nitzl (18. Danquah), Greger (74. Maier), Kuko, Schick, Kröss (75. Aykac), Eggerer, Einloft, Gegenbauer, Kaltenecker

FC Moosinning: Hornof; Cetinkaya, Sadric (58. Lechner), Lanzinger (C), Ketikidis, D.Diranko, Eschbaumer, Stauf, Auerweck (69. Xhemaili), Ibrahim, Mömkes (84. Wagner)

Tore: 0:1 Mömkes (22.), 1:1 Gegenbauer (62./FE)

Rote Karte: Kaltenecker/Neuried (90.+2, Notbremse)

Quelle: Merkur.de

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