Rote Laterne wieder beim SCF entzündet

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Diesmal kein Glück gehabt: Fürstenfeldbrucks Wilson Onyemaeke

Fürstenfeldbruck - Die Rote Laterne leuchtet wieder in Fürstenfeldbruck. Im Kellerduell beim FC Gundelfingen kassierte der SCF eine 1:2 (1:0)-Niederlage und ziert nun wieder das Tabellenende.

„So ein Spiel darf man nicht mehr verlieren“, schimpfte SCF-Torhüter Sebastian Steidle nach dem Schlusspfiff. Es war eigentlich schon alles für eine SCF-Siegesfeier angerichtet, da musste der Keeper doch noch zweimal hinter sich greifen. Erst pennte die gesamte Hintermannschaft bei einer Flanke und ließ Raffaele Rufrano völlig unbedrängt hochsteigen. Anstatt nun jedoch wenigstens den Punkt über die Zeit zu retten, stürmte die komplette SCF-Elf bei einem Freistoß nach vorne. Die Quittung war der prompte Konter, den Stefan Winkler mit dem Schlusspfiff abschloss. Es handelte sich zwar um eine Niederlage in letzter Sekunde, allerdings zeichnete von den Beginn der zweiten Hälfte auch ein Zitterspiel ab. Das sah auch Steidle so: „Wir haben in der zweiten Halbzeit mal wieder komplett das Fußballspielen aufgehört – wie in den Spielen vor dem Sieg gegen Markt Schwaben.“ Dabei legten die Brucker in den ersten 45 Minuten los, wie die Feuerwehr und hätten sogar höher als nur mit dem 1:0 durch einen Freistoß von Christoph Ullmann führen müssen. Steidle: „Da haben wir richtig guten Fußball gespielt.“ Allerdings versäumten es zweimal Janis Crone, Koray Altinay und Özkan Kochan, die spielerische Überlegenheit auch im Ergebnis deutlich zu machen. Und so nahm das Verderben nach dem Seitenwechsel seinen Lauf. „Da haben wir uns komplett hinten reindrängen lassen“, sagte Steid le, der nun mehr Verkehr vor seinem Tor hatte, als ihm lieb sein konnte – zumal die Gundelfinger bis dahin eigentlich wie ein Tabellenletzter aufgetreten waren und bis auf eine Fünf-Minuten-Phase in Abschnitt eins wirkungslos blieben. Trotzdem zitterte der SCF die Führung bis in die Schlussminute un hätte durch Altinay sogar auf 2:0 ausbauen können. Der Flügelflitzer schloss aber zu überhastet ab und zeilte bei seinem Schuss genau auf Gundelfingens Keeper. Dass es stattdessen jedoch eine eiskalte Dusche für den SCF gab, führt Steidle auch auf die fehlende Cleverness zurück. „Wenn wir den Ball vor dem ersten Gegentor zum Einwurf statt zur Ecke klären, dann passiert nichts mehr, und wir gewinnen das Spiel mit 1:0.“ Für den SCF muss nun langsam eine Siegesserie her, wenn man den Tabellenkeller verlassen muss. Die erste Voraussetzung hierfür hat der SCF-Torwart schon erkannt: „Wir müssen endlich diesen scheiß Auswärtsfluch ablegen.“

von Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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