Roth, Weiss und Ngu’Ewodo machen kurzen Prozess mit Kottern

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Andi Roth traf zum 1:0.

Eine klare Angelegenheit war das letzte Heimspiel des Jahres für den SV Pullach: Die Raben ließen dem TSV 1874 Kottern beim 3:0 (2:0) nicht den Hauch einer Chance.

Der Kunstrasen sei keine Option, hieß es im Vorfeld des Spiels an der Gistlstraße. Letztlich wurde die Partie aber doch auf dem ungewohnten Boden ausgetragen. „Wir wollten auf dem Hauptplatz spielen, aber das ging nicht, der Schnee blieb am Ball kleben. Auf dem Kunstrasen wollten beide Mannschaften eigentlich nicht antreten, aber der Schiedsrichter hat entschieden, dass dort gespielt wird. Und das ist sein gutes Recht“, erklärte SVP-Coach Frank Schmöller die Kehrtwende in Sachen Untergrund.

Und warum auch nicht? Sein Team kam jedenfalls bestens mit dem Geläuf zurecht, schon in der ersten Minute versenkte Andreas Roth die Kugel zum 1:0 im langen Eck des Gäste-Gehäuses. „Durch das Tor wird es natürlich einfacher“, freute sich Schmöller über den Blitzstart, erst recht aber über die Art und Weise, wie seine Truppe darauf reagierte. „Es gibt Mannschaften, die es nach so einem frühen Tor schleifen lassen, wenn sie dann auch noch die Tabelle im Kopf haben. Meine Mannschaft hat das aber sensationell durchgezogen.“ In der Tat ließ der Bayernliga-Dritte dem Abstiegskandidaten auf dem engen Platz kaum Luft zum Atmen, verschaffte sich aber dank viel Bewegung und schnellen Passspiels selbst immer wieder Räume.

Das 2:0 vereinte beide Komponenten: Erst eroberte der bärenstarke Roth den Ball im Mittelfeld, dann bediente Bernd Häfele den halbrechts freigelaufenen Alexander Weiss ideal. Und Weiss, der für den am Knie verletzten Maximilian Schuster in die Startelf gerutscht war, schob den Ball flach am erneut chancenlosen Gäste- Keeper Michael Liebherr vorbei ins Netz (22.). Viel Tempo, zwei Chancen, zwei Tore: Pullachs Auftritt konnte sich bis dahin sehen lassen. Und es ging in ähnlicher Gangart weiter, nur die Treffer fehlten: Alexander Benede köpfte nach einer Roth- Ecke drüber (30.), Schiedsrichter Paul Birkmeir (Dezenacker) übersah einen leichten, aber effektiven und deshalb elfmeterwürdigen Rempler gegen den einköpfbereiten Menelik Ngu’Ewodo (32.).

Die Pullacher nahmen ihre Entschlossenheit zunächst auch in den zweiten Durchgang mit. Steffen Purschke schoss aus spitzem Winkel vorbei (47.), einen Freistoß von Christoph Dinkelbach lenkte Torwart Liebherr an den Pfosten (49.). Nach einem weiteren energischen Sololauf von Roth drückte Ngu’Ewodo schließlich zum 3:0 ein (55.). Kurz darauf durfte sich auch SVP-Keeper Michael Hofmann mit einem sensationellen Reflex gegen Roland Fichtls Kopfball auszeichnen (60.). Danach passierte nichts Nenneswertes mehr. Pullach schaukelte das Ergebnis nach Hause, „auch in dieser Höhe verdient“, wie Schmöller unwidersprochen feststellen durfte.

SV PULLACH – TSV KOTTERN 3:0 (2:0)

SV Pullach: Hofmann - Purschke, Königer, Leugner, Benede, Heckel, Häfele (89. Meißner), Dinkelbach, Weiss (72. Mooshofer), Ngu’Ewodo (63. Gröschel), Roth

Tore: 1:0 Roth (1.), 2:0 Weiss (22.), 3:0 Ngu’Ewodo (55.)

Quelle: fussball-vorort.de

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