Rückblick: VfR Garching schreibt Vereinsgeschichte

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Florian de Prato (mit VfR-Chef Uwe Cygan) muss seine Karriere im höherklassigen Fußball mit 27 Jahren wegen eines Knorpelschadens beenden.

Garching - Das Jahr 2014 werden sie beim VfR Garching nie vergessen. Die Fußballer schufen ihr eigenes Sommermärchen mit dem Aufstieg in die Regionalliga und dort schrieben sie dann gleich weiter Vereinsgeschichte.

In der Bayernliga 2013/14 setzte schon früh das Rätselspiel ein, wer aus der Spitzengruppe die Lizenz für die Regionalliga beantragen würde. Schon in der Vorrunde winkten die Garchinger als Erste ab und hatten damit eine ruhige Winterpause. Doch dann brach dem überlegenen Tabellenführer Aichach der Mäzen weg und der am Ende auch realisierte Rückzug aus der Bayernliga nach unten war das Thema.

In dieser Phase juckte es den Tabellenzweiten Garching, der dann doch im Frühjahr den Hut in den Ring warf. Im Fernduell mit Pipinsried spielte der VfR den direkten Aufsteiger und den Teilnehmer an der Relegation aus. Beide Teams zeigten im Finale Nerven und Garching vergab auch seinen ersten Matchball mit dem bereits als Absteiger feststehenden FC Ismaning. Die letzte Runde war dann aber ein einziges Fußballfest. Mit einem 4:1 gegen den SV Raisting machte Garching den direkten Aufstieg perfekt und das war mit Trainer Daniel Weber der vierte in acht Jahren.

In der Regionalliga warteten mit den zweiten Mannschaften der bayerischen Profivereine und einigen fränkischen Traditionsclubs mehrere Gegner, die nahezu unter Profibedingungen arbeiten. Der VfR startete das Gegenmodell und erhöhte seinen Etat nur um die Beträge, die an zusätzlichen Abgaben in der Regionalliga fällig sind. Für die Liga war damit eigentlich klar, dass der in Bayern namenlose Aufsteiger der Absteiger Nummer eins sein würde. „Die Regionalliga kennt meinen Ehrgeiz nicht“, war die trockene Antwort von Daniel Weber und es klang wie eine Drohung.

Vom ersten Anpfiff weg war der VfR mittendrin statt nur dabei und überraschte neben den Ergebnissen auch mit attraktiven Offensivfußball. Die Krise kam erst im Oktober mit fünf Niederlagen in Serie. Garching landete dann doch auf einem Abstiegsplatz und antwortete mit historischen Siegen. Der Befreiungsschlag war das 5:2 gegen den FC Schweinfurt, der wohl legendärste Erfolg der Klubhistorie war das 3:2 beim TSV 1860 München II. Das altehrwürdige Grünwalder Stadion kannten die Garchinger Fußballer bis dahin nur als Zuschauer beim höherklassigen Fußball.

Nun sind sie voll dabei und überwintern mit großer Hoffnung auf eine Zukunft in der Regionalliga. Mit sechs Siegen, sechs Unentschieden und zehn Niederlagen (24 Punkte, 31:40 Tore) hat der VfR nicht nur die Konkurrenz überrascht, sondern ein Stück weit auch sich selbst.

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Quelle: fussball-vorort.de

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