Rückblick: Pullacher Aufstieg und Trainertausch

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Aufstieg! Torwart Sandro Volz heizt der Pullacher Mannschaft ein.

SV Pullach - 2013 wird als ein besonderes Jahr in die Vereinsgeschichte des SV Pullach eingehen: Erstmals gelang dem Verein der Aufstieg in die Fußball- Bayernliga.

Und auch die Art und Weise, wie die Raben nach oben marschierten, hatte so gar nichts Alltägliches.

Von Rang vier startete der SVP ins Frühjahr, der Rückstand auf den zweiten Platz betrug sechs Zähler. Die Spitze hatte man im Winter sowieso schon aus den Augen verloren. Zum Auftakt 2013 gastierte dann Tabellenführer VfR Garching an der Gistlstraße, durch einen 3:0-Sieg verkürzten die Raben den Abstand von elf auf acht Punkte, es war der erste von zwölf Siegen in 13 Restpartien. Die einzige Niederlage, das 1:2 in Markt Schwaben, war überschattet von Torjäger Orhan Akkurts Armbruch, doch auch das steckten die Isartaler schnell weg. Am vorletzten Spieltag übernahmen sie mit einem 3:0 in Waldkirchen die Spitze, weil Garching zuhause gegen Absteiger Plattling mit 2:5 patzte.

Nach dem 2:0 zum Saisonfinale gegen Holzkirchen knallten dann die Korken. Am Tag des rein deutschen Champions-League- Endspiels zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund durften sich auch die Pullacher als Champions fühlen. „Wir reißen heute das Vereinsheim ab“, prophezeite Trainer Carsten Teschke. So wild wurde es dann doch nicht. Allerdings mischten die Raben zunächst auch die Bayernliga mächtig auf: Elf Spiele lang (sieben Siege, vier Unentschieden) blieben sie unbesiegt, standen bis zum zehnten Spieltag sieben Mal an der Spitze des Klassements. Mit Christoph Dinkelbach von der U23 des TSV 1860 München kam nach Saisonbeginn sogar noch Verstärkung aus der Regionalliga.

Dann aber, nach der ersten Schlappe, dem 1:3 zuhause gegen den FC Unterföhring, der große Knall: Teschke trat gemeinsam mit Co-Trainer Jochen Schinagel zurück. Über die Gründe verriet der Coach nichts. „Die Chemie zwischen Trainer und Mannschaft sowie Trainer und Manager hat nicht mehr zu hundert Prozent gestimmt“, sagte Manager Theo Liedl, der als Interimscoach einsprang, in fünf Partien zehn Punkte holte, und dann mit Ex-Profi Frank Schmöller, der unter anderem mit dem HSV 1987 Pokalsieger wurde, einen namhaften und zuvor in Heimstetten und Ismaning durchaus erfolgreichen neuen Trainer präsentierte.

Die Ausbeute des 47-Jährigen: Ein Sieg, zwei Remis (darunter ein 2:2 gegen Schlusslicht Ismaning, wo er zu Jahresbeginn entlassen worden war) und eine Niederlage, das 0:1 im letzten Spiel, ausgerechnet gegen den alten Landesliga- Rivalen Garching. Dem schwachen Auftritt folgte ein typischer Schmöller-Kommentar: „Die Leistung unserer Mannschaft war schlechter als die des Schiedsrichters. Und der Schiedsrichter hat mir auch nicht gefallen. Ich glaube, das sagt alles.“ Trotzdem darf der Neuling als Bayernliga- Zweiter mit 40 Punkten stolz auf dieses besondere Jahr mit insgesamt nur vier Punktspielniederlagen zurückblicken.

Quelle: fussball-vorort.de

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