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Heimstetten: Rückendeckung vom Trainer für Kubica

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„Wer sich so viele Chancen herausarbeitet, hat auch viel richtig gemacht.“

Heimstetten - Heimstettens Trainer Claus Schromm muss ihn diesen Tagen, was die Besetzung seiner Sturmfront anbelangt, den Magier à la David Copperfield geben und einen zweiten Stürmer aus dem Hut zaubern.

Sasa Memisevic und Christopher Oretan sind verletzt und dann wird es auch schon dünn mit den echten Angreifern im Kader des Aufsteigers.

Natürlich sollte die Nominierung von Arthur Kubica als Partner von Ibrahim Aydemir im Spiel gegen den 1. FC Schweinfurt 05 nicht nur die Illusion vermitteln, mit einer offensiven Ausrichtung nach einem Dreier in der Bayernliga zu trachten. Kubica war ganz und gar nicht verboten worden, das einzige aber entscheidende Manko des SV Heimstetten zu beheben: die lausige Trefferquote. Der 20-jährige Mittelfeldmann, der vor zwei Jahren noch in der A-Jugend-Bundesliga für die SpVgg Unterhaching kickte, ehe er über den SV Pullach den Weg zum SVH fand, hatte sich im Training für diese Aufgabe empfohlen, wie Schromm in der Pressekonferenz erklärte.

Fast wäre aus der Not auch tatsächlich eine Tugend geworden. Kubica machte ordentlich Betrieb. Er war steter Unruheherd, stets anspielbar und tauchte über die gesamte Spielzeit immer wieder gefährlich vor dem Schweinfurter Kasten auf. Leider - und das machte seinen Auftritt fast tragisch - nutzte er keine seiner über ein halbes Dutzend sehr guter Torgelegenheiten.

Fast, weil das gröbste Unheil durch die beiden Last-Minute-Treffer der Gebrüder Schmitt zum 3:3-Endstand abgewendet wurde. Fast, weil Kubica den Elfmeter herausholte, der zum 1:2-Anschlusstreffer seines Teams führte. Und fast, weil sich Trainer Claus Schromm klar vor ihn stellte. „Bei der einen Szene, als sein Gegenspieler ausgerutscht ist, muss er abspielen, ganz klar. Aber wer sich so viele Chancen herausarbeitet, hat auch viel richtig gemacht“, sagt der Coach.

Was dem SVH bleibt ist die Gewissheit, keine echte Lösung für das Sturmproblem gefunden zu haben. Wenn die beiden Treffer in der Nachspielzeit nicht gefallen wären, würde man noch lange den vergebenen Chancen Kubicas nachtrauern. Schromm wusste, dass sein Team gegen die schwachen Schweinfurter zwei Punkte hat liegenlassen. „Das war kein glücklicher Punkt heute“, sagte er - trotz der kuriosen Aufholjagd.

Matthias Vogel

Quelle: fussball-vorort.de

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