"Rumpelplatz und Rumpelfußball" bei Nullnummer

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Zumindest einer in Normalform: Schlussmann Stefan Marinovic hielt den Punkt gegen Chemnitz fest.

SpVgg Unterhaching – Nach 25 Minuten machte sich Philipp Pentke um den Hachinger Rasen verdient. Er klaubte ein Stück herausgetretenes Grün vom Boden, stopfte es in eine Lücke im Untergrund und trat das Ganze beherzt fest.

Eine gute Tat, denn der Platz im „Alpenbauer Sportpark“ hat unter der gemeinen Saatkrähe sichtlich gelitten. Pentke hatte viel Zeit für die Rasenpflege, obwohl er dafür gar nicht zuständig ist. Aber als Torwart des Chemnitzer SC hatte er am Freitagabend nichts Großartiges zu tun.

Am Ende stand eine Nullnummer, die den Platzherren fast zur Zierde gereichte. Wobei Begriffe wie Zierde bei dieser niveauarmen Drittligapartie nicht gerade Hochkonjunktur feierten. Die Hachinger agierten bemerkenswert defensiv und erarbeiteten sich erst gegen Ende eineinhalb Torchancen. Ihre erste Ecke feierten sie in der 89. Minute, in der Nachspielzeit donnerte Mario Erb einen vielversprechend angelegten Freistoß hoch übers Tor.

Schöner Fußball hatte an diesem Abend einige Feinde. Die Nerven der Kicker (Haching kämpft gegen den Abstieg, Chemnitz hat seit fünf Monaten keinen Auswärtssieg bewerkstelligt) und die Platzverhältnisse in erster Linie. Die Gäste erspielten sich die besseren Torchancen, am Ende aber passte die Nullnummer zu den Bedingungen. Rumpelplatz, Rumpelfußball. Den Hachingern konnte man allerdings nicht vorwerfen, den Kampf nicht angenommen zu haben. Es sah nicht so schön aus wie in weiten Phasen der Hinrunde, Kombinationen waren rar, die Abgänge zum Winter schmerzen. Aber sie gaben sich nie auf. Noch in der Schlussphase heimste Markus Schwabl Szenenapplaus ein, weil er einen Angriff mit letzter Kraft unterband.

Christian Ziege pustete nach dem Abpfiff einmal kräftig durch. „Nach so einem Spiel bin ich mit einem Punkt hochzufrieden, denn wir hätten leicht verlieren können“, gab Hachings Trainer offen zu. „Wir haben heute zu keiner Zeit zu dem gefunden, was uns ausmacht. Da war wenig Überzeugung da, wenig Spiel miteinander. Es gibt so Tage, an denen es nicht funktioniert. Da gibt es nur eines: Mund abputzen, es geht schnell weiter.“ Am Dienstag steht die nächste Partie an, das Nachholspiel in Großaspach. Danach geht es am Samstag zum Tabellenführer nach Bielefeld.

Ein Lichtblick war Neuzugang Damian Gaska, der nach seiner Einwechslung das lethargische Angriffsspiel zumindest um einige Nuancen belebte. Ein Sonderlob erhielt außerdem Torwart Stefan Marinovic, und das zurecht, er hatte einige Chancen der Gäste mit guten Reaktionen entschärft. „Er hat uns heute den Punkt gehalten“, meinte Ziege. Wenn sich der eine Keeper um den Rasen kümmert und der andere seinem Team einen Teilerfolg sichert, sagt das alles aus.

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Quelle: fussball-vorort.de

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