13. Saisontor in der 13. Minute als Vorbote der ersten Heimpleite

- Hartls Not-Elf überlässt Pasing das Spiel und die Punkte

VON DIETER METZLER Emmering - Dass der FC Emmering auf dem dritten Tabellenplatz überwintern würde, war vor dem Anpfiff der letzten Partie in diesem Jahr am Samstagnachmittag im Hölzlstadion sicher. Dennoch wollte sich die Elf von Trainer "Wastl" Hartl mit einem Sieg über die auswärtsstarke TSG Pasing von ihrem Anhang verabschieden. In einem Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten hatten allerdings die Gäste aus dem Münchner Westen am Ende die Nase mit 4:2 vorn, und das nicht einmal unverdient. "Mit dem Saisonverlauf bin ich dennoch zufrieden," resümierte Hartl und machte damit indirekt seiner jungen Bezirksliga-Truppe ein Kompliment. "Der ,zweite Anzug` passt eben noch nicht so." Mit den beiden verletzten Stephan Steinbeißer und Martin Ufer sowie Urlauber Tobias Jakob und Rot-Büßer Thomas Gleissner musste Hartl gleich vier Stammspieler ersetzen. <P>Zunächst nahm das Spiel seinen für FCE-Heimverhältnisse gewohnten Verlauf. Die Hartl-Elf setzte den Tabellenelften von Beginn an unter Druck. Drei Siege in Serie gaben den Gastgebern zusätzlich Selbstvertrauen. Wenn die Münchner Vorstädter nach einer Viertelstunde mit 0:3 hinten gelegen wären, hätten sie sich nicht beschweren können. Doch lediglich einmal lochten die Emmeringer ein. In der 13. Spielminute zog Manuel Zurbuchen einen Volleyschuss in Richtung Pasinger Gehäuse ab. Torjäger Sascha Tochtermann lenkte das Leder mit dem Fuß zu seinem 13. Saisontreffer ins Pasinger Tor. Wer denkt zu diesem Zeitpunkt schon daran, dass die Zahl 13 Unglück bringen könnte. <P>Nach einer verbotenen Ballaufnahme des Pasinger Torhüters bei einem Rückpass, vergab der FCE die gute Freistoßchance zum Ausbau der zu diesem Zeitpunkt hoch verdienten Führung. Völlig überraschend gelang den Gästen durch Werner Schwarzenbeck der Ausgleich. Dabei schien es sich nur um einen kleinen Schönheitsfehler zu handeln, denn der FCE dominierte nach wie vor das Geschehen auf dem Platz. <P>Der nächste Emmeringer Treffer schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Ein dummes Foul von Schwarzenbeck an Bastian Hassloch bescherte dem FCE die erneute Führung. Tochtermann täuschte beim Strafstoß den Pasinger Keeper und schickte ihn ins falsche Eck. <P>Nach dem Seitenwechsel war es mit der Emmeringer Herrlichkeit gänzlich vorbei. Nun übernahmen die Münchner Vorstädter das Kommando im Hölzlstadion, und das Drama nahm seinen Lauf für die Hartl-Elf. Das Auslassen der Chancen im ersten Spielabschnitt wurde von Pasing gnadenlos bestraft. Beflügelt durch den Ausgleich zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielte der Strafstoßverursacher seinen zweiten Treffer. Kapitän Thomas Biersack gab dabei ebenso wenig eine gute Figur ab wie später Torhüter Florian Eckl bei der erstmaligen Führung der Gäste durch Jukric. Nach dem 2:4 durch Pasings Mittelstürmer Thomas Mayer zwei Minuten darauf war die Begegnung entschieden. <P>Wenn der eingewechselte Thomas Loder seinen Kopfball aus nächster Nähe im Pasinger Gehäuse untergebracht hätte, dann wäre vielleicht noch ein Remis drin gewesen, zumal anschließend auch noch die Querlatte die Pasinger vor einem weiteren Gegentreffer bewahrte. Wie war das doch noch mit der Zahl 13? <P></P>

Quelle: Merkur.de

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