Sarisakal: "Ziehe vor der Mannschaft meinen Hut"

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Da hat jemand Gesprächsbedarf: SCF-Trainer Tarik Sarisakal (2.v.l.) diskutiert auf dem Weg in die Kabine mit dem Schiedsrichtergespann die Vorkommnisse vor dem ersten Memminger Treffer.

SC Fürstenfeldbruck - Wohl nur hoffnungslose Optimisten hätten in der 77. Minute der Partie in Memmingen noch einen Pfifferling auf den SC Fürstenfeldbruckgesetzt: Gerade hatten die Gastgeber die 2:1-Führung geschossen und Brucks Florian Baier die Rote Karte kassiert. Doch in Unterzahl gelang dem SCF tatsächlich noch das 2:2.

Gesprächsbedarf mit dem Unparteiischen Stefan Treiber aus Königsbrunn hatte Brucks Coach Tarik Sarisakal schon zur Pause jede Menge. Denn bei der Memminger 1:0-Führung machte der Schiedsrichter keine gute Figur. Er stand im Weg, unterband so einen Konter der Brucker und legte damit auch noch das Leder mustergültig für die Memminger auf. Der Schiri habe ihm in der Pause gesagt, dass ihm die Szene unheimlich leid tue, berichtete Sarisakal. „Aber es ist halt typisch, dass wir so ein Ding kassieren.“

Und auch beim 2:1 stand das Spielleiter-Gespann im Mittelpunkt. Bei einem weiten Ball befand sich ein Memminger Angreifer in stark abseitsverdächtiger Position. Fabian Meinberger versuchte zu retten, was zu retten war, konnte sich aber nur noch auf Kosten eines Fouls helfen. Zumindest der Elfmeter-Pfiff war unstrittig. Ebenso wie der Platzverweis gegen Baier, der ein paar unfreundliche Worte in Richtung Treiber los wurde, nachdem dieser ein Foul an dem Brucker Abwehr-Routinier ungeahndet ließ.

„Dass wir dann nochmal zurück gekommen sind – und das auch noch in Unterzahl –, dafür ziehe ich vor der Mannschaft meinen Hut“, lobte Sarisakal. Und in der Tat gaben sich die Brucker auch mit einem Mann weniger nicht auf und spielten weiter kontrollierten, guten Fußball. Sarisakal: „Die Spieler haben die Ruhe bewahrt und die taktische Ordnung eingehalten.“

Und dafür wurden sie schließlich belohnt. Der eingewechselte Karol Kopec lieferte sich nach einem Diagonalball in die Spitze ein Laufduell mit Memmingens Keeper Philipp Beigl. Der Pole siegte knapp, spitzelte das Leder am Torhüter vorbei und wurde dabei von den Beinen geholt. Zum zweiten Mal entschied Treiber auf Strafstoß – diesmal für den SCF –, zum zweiten Mal lag er damit richtig. Uli Fries ließ sich die Chance nicht nehmen und netzte fünf Minuten vor dem Ende sicher zum verdienten Ausgleich ein.

Am Ende kassierte Memmingen auch noch eine Ampelkarte. Die kam für den SCF aber zu spät, um doch noch die komplette Wende zu schaffen. Aber: „Nach diesem Spielverlauf bin ich auch mit dem einen Punkt hochzufrieden“, freute sich Sarisakal über den späten Coup.

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Quelle: fussball-vorort.de

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